Der Überfluss

By Theodor Däubler

Written 1900-01-01 - 1900-01-01

Apollos Delphine umwogen im Bogen

Triptólemos' Schiff mit ergoldetem Korn:

Poseidons Verwundrung zu plötzlichem Zorn

Besänftigt Athena, der Ausfahrt gewogen.

Ein Zauber, der nie, wo er blendet, getrogen:

– Von vorn, beim Sporn, obstspendender Born,

Mit Feigen durchsüßt, unsrer Demeter Horn –

Kommt Wellen beschwebend, nach Osten gezogen.

Der Gott ward von Hermes olymphoch enthoben;

Sein Schiff aber loht, ein ersternter Rubin,

Und scheitert, als Gabe zersamend, beim Toben

Poseidons, im schimmernden Gischthermelin:

Die Fülle ist heil über Inseln verstoben;

Apollozu schwingt sich ein liebster Delphin.