Der Venus Freude über des Paris Ausspruch.

By Johann Georg Gressel

Kommt Amourette, kommt helfft stoltzen Schmuck

bereiten

Bringt weitgehohte Würtz und theuren

Jhr

Als Zimmet-Oele ist und Balsam kan bestreiten

Jhr Wolcken thauet Safft das dem

Und am Geruch die Krafft des

Die

Der

Der

Mein Ansehn hat jetztmehr als sonsten zugenommen

Es streut die gantze Welt mir Weyrauch aufs Altar

Die

Den güldnen Apffel hat mir

Es hat mein nackter Leib den andern obgesiegt

Minerv-und Junens Pracht mir zu den Füssen liegt

Mein Leib hat sich jetzt mehr durch Schönheit auffgeschwellet

Der Zunder süsser Lust mit mehrer Anmuth glimmt

Da meiner Glieder-Pracht die andern überstimmt

Mein Schön-seyn brüstet sich mit grössern Zierlichkeiten

Als da ich aus der Fluht des bittern Meeres kahm

Und mich mein

Mein

Mir als der Schönesten zündt jeder Opffer an

Und diese Ehre wird mit Recht mir angethan

Ich bin die nützlichste und allen vorzuziehen

Das Reich-seyn hilfft gar nichts die Schätze find nur

Dunst

Die Weisheit die zerfällt es gehet ein die Kunst;

Wenn keine Menschen mehr zu unsern Füssen blühen

Durch mich besteht die Welt mein Wesen brennt den Geist

Durch meine Macht entsteht was Brunst und Liebe heist.

Vor lag was Lieben heist in düstrer Grufft vergraben

Die Anmuth war noch nicht der Erden anvermählt

Die Welt war öd und wüst der Mensch stund als entseelt

Bis daß ich aus der See kam mit den Liebes-Gaben.

Kaum aber hatte mich das feste Land erblickt

Als schon die Creatur sich schätzete beglückt.

Die Menschen lebten auf es liebte was gestorben

Die Vögel küßt en sich die Fische trieben Schertz

Es war da lauter Lust wo vormahls düstrer Schmertz

Vor Hitze schwitzte das was durch den Frost verdorben

Die Menschen paarten sich zwey nennten sich ein Leib

Da dieses eins doch zwey zusammen Mann und Weib.

An Schönheit

Wer bringt das schöne Volck die Jungfern wol herfür?

Bin ichs die

Ich kan durch ihren Blick das härtste Hertz erweichen

Alleine dis Geschlecht reicht Kron und Palmen her

Wenn auch des

Nun aber hat der Hirt den Apffel mir gegeben

Des

Die Seide sieget an der Spinnen-Wurm Gespinst

Und die

Die Rosen meines Bluts den Liljen übergehn

Die von der

Mich ehrt die gantze Welt man rühmt die

Mein Ansehn meine Macht beseelet Holtz und Stein

Und meiner Allmacht-Krafft muß alles dienstbahr seyn

Doch macht die Banden leicht mein gnädiges Gemühte

Und meine Sclaverey ist ein versüßter Dienst

Was man dadurch verliehrt bringt doppelten Gewinst.

Mein Ehren-Tempel wird in Ewigkeit bestehen

Wenn Kunst und Schätze hin liebt doch die Seele noch

Und in der letzten Welt trägt man das Liebes-Joch;

Es wird der

Der Schönheit-Pracht ist ihr die zwingt die gantze Welt

Und was der Himmel hegt zu ihren Füssen fällt.

Mein

Cupido ist erfreut die Tauben schnäbeln sich

Mein Schwaanen-Spann das liebt sich noch so inniglich

Und trägt zu meinem Sitz viel grüne Myrthen Halmen.

Der Blumen Kayserin der Erden Sonnen-Rad

Die brüstet sich weil sie mein Blut zum Ursprung hat.

Macht

Vor die der Himmel sich mit sammt der Erden beugt

Und sich vor ihren Thron in tieffster Demuth neigt

Schafft stoltze Perlen an bringt schimmernde Rubinen

Holt theure Steine her so wie sie würdig sind

Daß ihrer

Ich weiß vor Freuden nicht was ich zuerst beginne

Ich weiß nicht wie ich soll mein Freuden-Fest begehn

Und was vor Zierath soll in meinem Tempel stehn

Und ob ich mich gleich viel auf Schmuck und Pracht besinne

So fällt mir lustigers zu dieser Zeit nichts ein

Als daß der Auffzug soll von nackten