Der Venus Freude über des Paris Ausspruch.
Kommt Amourette, kommt helfft stoltzen Schmuck
bereiten
Bringt weitgehohte Würtz und theuren
Jhr
Als Zimmet-Oele ist und Balsam kan bestreiten
Jhr Wolcken thauet Safft das dem
Und am Geruch die Krafft des
Die
Der
Der
Mein Ansehn hat jetztmehr als sonsten zugenommen
Es streut die gantze Welt mir Weyrauch aufs Altar
Die
Den güldnen Apffel hat mir
Es hat mein nackter Leib den andern obgesiegt
Minerv-und Junens Pracht mir zu den Füssen liegt
Mein Leib hat sich jetzt mehr durch Schönheit auffgeschwellet
Der Zunder süsser Lust mit mehrer Anmuth glimmt
Da meiner Glieder-Pracht die andern überstimmt
Mein Schön-seyn brüstet sich mit grössern Zierlichkeiten
Als da ich aus der Fluht des bittern Meeres kahm
Und mich mein
Mein
Mir als der Schönesten zündt jeder Opffer an
Und diese Ehre wird mit Recht mir angethan
Ich bin die nützlichste und allen vorzuziehen
Das Reich-seyn hilfft gar nichts die Schätze find nur
Dunst
Die Weisheit die zerfällt es gehet ein die Kunst;
Wenn keine Menschen mehr zu unsern Füssen blühen
Durch mich besteht die Welt mein Wesen brennt den Geist
Durch meine Macht entsteht was Brunst und Liebe heist.
Vor lag was Lieben heist in düstrer Grufft vergraben
Die Anmuth war noch nicht der Erden anvermählt
Die Welt war öd und wüst der Mensch stund als entseelt
Bis daß ich aus der See kam mit den Liebes-Gaben.
Kaum aber hatte mich das feste Land erblickt
Als schon die Creatur sich schätzete beglückt.
Die Menschen lebten auf es liebte was gestorben
Die Vögel küßt en sich die Fische trieben Schertz
Es war da lauter Lust wo vormahls düstrer Schmertz
Vor Hitze schwitzte das was durch den Frost verdorben
Die Menschen paarten sich zwey nennten sich ein Leib
Da dieses eins doch zwey zusammen Mann und Weib.
An Schönheit
Wer bringt das schöne Volck die Jungfern wol herfür?
Bin ichs die
Ich kan durch ihren Blick das härtste Hertz erweichen
Alleine dis Geschlecht reicht Kron und Palmen her
Wenn auch des
Nun aber hat der Hirt den Apffel mir gegeben
Des
Die Seide sieget an der Spinnen-Wurm Gespinst
Und die
Die Rosen meines Bluts den Liljen übergehn
Die von der
Mich ehrt die gantze Welt man rühmt die
Mein Ansehn meine Macht beseelet Holtz und Stein
Und meiner Allmacht-Krafft muß alles dienstbahr seyn
Doch macht die Banden leicht mein gnädiges Gemühte
Und meine Sclaverey ist ein versüßter Dienst
Was man dadurch verliehrt bringt doppelten Gewinst.
Mein Ehren-Tempel wird in Ewigkeit bestehen
Wenn Kunst und Schätze hin liebt doch die Seele noch
Und in der letzten Welt trägt man das Liebes-Joch;
Es wird der
Der Schönheit-Pracht ist ihr die zwingt die gantze Welt
Und was der Himmel hegt zu ihren Füssen fällt.
Mein
Cupido ist erfreut die Tauben schnäbeln sich
Mein Schwaanen-Spann das liebt sich noch so inniglich
Und trägt zu meinem Sitz viel grüne Myrthen Halmen.
Der Blumen Kayserin der Erden Sonnen-Rad
Die brüstet sich weil sie mein Blut zum Ursprung hat.
Macht
Vor die der Himmel sich mit sammt der Erden beugt
Und sich vor ihren Thron in tieffster Demuth neigt
Schafft stoltze Perlen an bringt schimmernde Rubinen
Holt theure Steine her so wie sie würdig sind
Daß ihrer
Ich weiß vor Freuden nicht was ich zuerst beginne
Ich weiß nicht wie ich soll mein Freuden-Fest begehn
Und was vor Zierath soll in meinem Tempel stehn
Und ob ich mich gleich viel auf Schmuck und Pracht besinne
So fällt mir lustigers zu dieser Zeit nichts ein
Als daß der Auffzug soll von nackten