Der Weiher.

By Annette von Droste-Hülshoff

Er liegt so still im Morgenlicht,

So friedlich, wie ein fromm Gewissen;

Wenn Weste seinen Spiegel küssen,

Des Ufers Blume fühlt es nicht;

Libellen zittern über ihn,

Blaugoldne Stäbchen und Karmin,

Und auf des Sonnenbildes Glanz

Die Wasserspinne führt den Tanz;

Schwertlilienkranz am Ufer steht

Und horcht des Schilfes Schlummerliede;

Ein lindes Säuseln kommt und geht,

Als flüstr' es: Friede! Friede! Friede! —