Der Wieder-Schein. Nachdem B. bey Erblickung schöner, in einem klaren Wasser sic...
Du machst von diesem Schein und seiner Schönheit mir
So viele Wort’, und bringst so viel Erzehlens für:
Da dennoch alle Pracht nichts wesentlichs; ein Schein,
Und weiter nichts.
Dieß ist zwar wahr; allein
Mir dienet dieser Schein selbst durch die Nichtigkeit,
Indem er mich aufs Urbild führet,
So leider, ungeacht’t der Schön- und Seltenheit,
Blos durch Gewohnheit mich bißhero nicht gerühret.
Ja es liegt in der wandelbahren Klarheit
Von diesem Schein noch eine grössre Wahrheit:
Das Jrdische, so gleichfals flücht- und nichtig,
Sollt uns mit Recht, wie hier der Schein
Uns auf das Urbild führt, zu dem allein
Unwandelbar- und wesentlichem Seyn,
Dem Ursprung aller Herrlichkeiten,
Durch die von ihm erschaffne Schönheit, leiten.