Des Deutschen Krieges Neunter Theil.

By Georg Greflinger

Bannier vom Glück ermahnt den Gegner zu ver- derben

Zog nach dem Danckfest’ auf und legte sich vor

Werben

Das ein par tausend Mann und anders nach der Schlacht

Vor Wittstock in der Flucht in dessen Wall gebracht

Behauste. Kaum dafür da war er auch darinnen.

Was wolte solches Volck vor solcher Macht beginnen?

Er nahm den festen Ort mit samt dem Volck an sich.

Damit blieb seinem Feind ein großes in dem Stich.

Auf dieses gieng das Heer nach Egeln da sich Wrangel

Nach Pommern Leßle sich zur Weser dessen Mangel

Zu helffen neu erhob. Ein jeder that das sein’.

In dessen legte sich Bannier um Erfurt ein

Ließ Feinde Land und Leuth in Thüringen und Meißen

Durch seine Siegende vereufert niederreißen.

Diß alles ungeacht sprach Erfurt als sein Feind

Dann es war solches nun des Prager-Friedens Freind.

Als aber sich Bannier mit Macht jhm wiederlegte

That solches nochmals so wie es vor diesem pflegte

und war der Schweden Freind. Auf dieses schonte man

Die Stadt und neben ihr des Weymars

Cur-Sachsen aber must hergegen mächtig leyden

Biß man den Siegenden die Flügel zu beschneiden

Noch größre Macht aufbracht’. Es eylte Hatzfelds Schar

Die durch den letzten Schlag sehr schlecht zu sehen war

Nach Götzens großem Volck in Hessen und Westfalen

Sich zu vereinigen und die Bannirsche Pfalen

So ferne fort gesetzt zu brächen. Diesen Sinn

Zu stützen sandte man den tapfren Leßle hinn.

Er aber viel zu schwach auf dreyßig tausend Seelen

Zu schlagen ließ es doch an diesem wenig fählen

Daß er der Pässe sich versicherte. Wie dann

Der Oberst Stallhannß viel zu solchem hat gethan.

Sie stützten und Bannier gieng Leipzig zu gewinnen.

Kaum da erhob er sich schon wiederum von hinnen

und schlug bey Eulenburg ein etlich hundert Mann

Der Sächsischen Armee von welchen er fort an

Nach Torgau gieng den Feind der sich mit schnellen fliehen

Dahin gereitet hatt’ allda zu überziehen.

Er nahm die gute Stadt mit samt der Sachsen Schar

Die in zweytausend starck bewehrt darinnen war.

Acht Regimenter sind hiedurch zu scheitern gangen

Die meisten gaben sich den Schwedischen gefangen.

Diß alles außgericht versorgte man die Stadt

Mit Mitteln die ein Heer vor solcher nöthig hat

Und gieng zum andernmal vor Leipzig sich zu setzen.

Diß ängstend hörte man wie Hatzfeld mit dem Götzen

Sich durchgebrochen hätt’ und wäre schon herein

Mit einer großen Macht der Stadt Entsatz zu seyn.

Damit versamlete Bannier sein Volck zusammen

Schlng Meißen rechts und lincks mit Schwerdt und Feuers

Flammen

und gieng nach Torgau zu beschantzete sein Heer

Pflantzt hundert donndernde Geschütz und noch viel mehr

Auf seinen Wällen rum die Feinde zu begrüßen.

Und sihe da die Macht die Schweden zu beschlüßen.

Bannier war nun ein Löu der mit Gewalt umringt

Bald ein Gebrüll erhebt bald auf die Feinde springt

und keinen Nachklang wil von seinem fliehen haben.

Es lagen Freind und

Und war des Gegners Heer von neuntzig tausend Mann

Dann es kam alle Macht des Deutschen Reiches an

Der Schwedischen Gewalt sich gäntzlich loß zu machen.

Es stundt auch diesesmal mit der Belägrer Sachen

Sehr wol so daß Bannier nach langer Gegenwehr

und dünn-gemachter Macht (dann es war jhm sein Heer

Biß auf eilff tausend Mann geschmoltzen) muste weichen

Da war noch Kraut noch Loth noch des Entsatzes Zeichen

Ich schweige was für Noth an Lebens-Mitteln war.

Dann es war alles Land durch solche große Schar

Verdorben. Er brach auf nicht seines Feindes wegen

Vor dem er fäst genug an Torgau war gelegen

Vielmehr aus Noth von Brodt und anderm wie gedacht

Und dieses that jhm mehr als eine große Schlacht.

Es hatt’ jhm Leßlens Heer mit Pfulens seinen Scharen

Die durch die Laußnitz was vorangegangen waren

So guten Paß gemacht daß er wol folgen kunt’.

Als aber dessen Feind allzeit sehr wachsam stundt’

Auf seinen Zug zu sehn geschachs daß die Croaten

Jhm folgten und fürwar sehr großen Schaden thaten.

Ein tausend blieb im Stich. Es kam auch über diß

Das gantze Heer hernach das wenig ruhen ließ.

Und hatte jederman sich höchlich zu verwundern

Wie General Bannier durch so viel Feind’ und dundern

Annoch entgehen kunt. Er kam bey Landsberg an.

Kaum da war auch sein Feind bey jhm schon auf dem Plan

Nach welchem er so starck mit seinen Blitz-Geschützen

Gespielt daß tausend Mann hieselbsten blieben sitzen.

Hierauf begab er sich nicht ferne von Cüstrin

Mit seiner kleinen Macht die Oder über hin

und gieng nach Neustadt zu woselbst Feld-Marschalck

Wrangel

Mit zehen tausend Mann des Volckes großen Mangel

Erstzte. Diß gethan begab man sich nach Schwed.

Viel hielten aber nun die Schwedischen vor blöd

Weil jhrer Feinde Macht der jhren überlegen

und nun sehr glücklich war. Man zog von allen Wegen

Zusammen jhre Flucht nach Schweden anzusehn.

Da waren Gallas Götz Jslani Hatzfeld Gleen

Mit den Cur-Sächsischen und Brandenburgschen Scha-

Bey denen Vitzthum und der Klitzing Führer waren.

Um dieses gieng Bannier biß in das Pommerland

Da er zehn tausend Mann aus Schweden her gesand

Zu seiner Hilff bekam. Noch wolt es nichts verschlagen.

Dieweil die Gegen-Macht zn groß und sie zu jagen

Von rechtem Eufer war. Sie nahm Gartz und Demmin

Das Wolgast

Bald aber wieder ab weil man da Stöß außtheilte.

Wie wenig Gallas sich bey diesem Zug verweilte

War dennoch nachgesagt: Er hette wol was mehr

Zu thun vermocht dieweil das schwache Schweden-Heer

Sich nach Wollin begab und da so lang bewällte

Biß Schweden größre Hilff an dessen Seite ställte.

Eh aber diß geschah lieff ein halb Jahr dahin.

Mit diesem zog Bannier neu-mächtig durch Stetin.

Und legte fich vor Gartz daß er nach wenig stürmen

Gewann und alles Volck was er in dem beschirmen

Befundte niederhieb die Bürger in das Land

Vertheilte Gartz hierauf mit einem großen Brand

Vertilgte Mauern Wäll’ und Thürme niederfällte.

Damit der Ort hinfort sich keinem widerställte.

Es war ein großer Paß der in dem auf und ab

Wann er bewehret war sehr viel verhinderniß gab.

Diß alles außgericht setzt er dreyhundert Pferden

Durch welche Wolgast solt in Noth erquicket werden

Biß Wolgast nach und schlug dieselbe meistens todt.

Damit geriet die Stadt in eine solche Noth

Von Volck von Kraut und Loht von Mitteln um zu leben

Geschwiegen was die Pest für Jammer hat gegeben

Daß sie sich jhm hierauf nechst Brandenburg ergab.

Auf dieses wartet’ er die Macht von Gallas ab

Die zwantzig tausend starck nicht weit von Grabau stundte

In Meynung daß sie sich zur Schlacht gewillt befundte.

Das warten war umsonst man dacht’ an keine Schlacht

Allein das scharmuziern das währte Tag und Nacht

und blieben bey Malchin der Käysrischen und Polen

Fast bey ein tausend Mann durch Bande Schwerdt und

Kolen.

Hergegen blieb durch Pest und große Hungers Noht

Ein großes Schweden-Volck bevor vom neuen todt.

Diß gab dem Gallas Muht was länger da zu bleiben

In Meynung seinen Feind durch solches zu zersteuben.

Und hatt' er diesesmal sein Lager bey Malchin

Sein Gegner aber lag anjetzo bey Demmin.

Ditz dauerte so lang biß sich der Frost erregte

Der Schweden große Noth die Pest gemählig legte

Den Gallas aber fort nach andern Plätzen trieb

Dem General Bannier mit schnellem Fuß und Hieb

Allzeit im Nacken war und nach der Elbe rückte

Wo er drey tausend Mann ins Lüneburgsche schickte

Des Kings geschlagen Volck (von Holl- und Engeland

Dem Hause Heydelberg zum bästen abgesand)

Durch Hatzfelds seine Macht bey Lemgau übersieget

Wo Pfaltzgraf Ruprecht selbst gefangen war gekrieget

Annoch an sich zu ziehn. Doch es fiel etwas schwehr

Dann es kam Hertzog Görg mit dem von Broy daher

und schlug bey Boytzenburg vierhundert Mann darnieder

Bey Goldberg gleich so viel. Daher Bannier sich wieder

Nach Mecklenburg begab. Kaum da kam Zeitung an

Es wäre

Jm Anzug sich bey Wisch dem Gallas zu zu ziehen.

Man sah Cur-Sachsen sich vor dißmal groß bemühen

Der Schweden loß zu seyn. Daher auch eine Macht

und Hilff der andern nach von jhr wurd aufgebracht.

Wie hier mit

und muste dieser Held an Vitzthums Stelle stehen.

Bannier diß hörende gieng auf denselben loß

Schlug dritthalb tausend Man

Die Käysrischen aus Wisch zu dessen Hilff’ erschienen.

Und nun sah man das Glück die Schweden neu bedienen.

Kaum daß die Sächsischen gedachte Niederlag

Erlitten hörte man von einem andern Schlag

Den die Gallasischen bey Perlenberg bekamen.

Worauf sie allesamt den Zug was höher nahmen.

Gallas nach Osterburg nach Stendel

Der Klitzing nach Berlin Bannier nach jhnen hin.

Damit so kriegten wir den Krieg mit allen Peitschen

Vom neuen von der See ins innerste der Deutschen.

Wie er mit starcker Flut sich an die See begab

So gieng er ebende sehr schleunig wieder ab.

Der eine wolte fest beym Prager-Frieden stehen

Und dieser wolte noch nach einem bässern sehen.

Beklagens-werte Zeit die Deutschland neu bekam

Eh GOtt dem Marspiter sein blntig Zepter nahm!

Es war der Sünden-Schuld aus Blut in Blut verfallen

Es halff kein Gegen-stand wie mächtig auch von allen

Die Hand darwider war. Wann GOtt die Länder strafft

So hilfft es nicht was Macht man auch darwider schafft.

Die Wider-Römsche Macht kam wiederum zu wachsen

So wol bey dem Bannier als bey dem großen Sachsen

Von Weymar dessen Heer sich nach erhaltner Schlacht

Von Hohenthwiel begab ein Ort von großer Macht

und Wolcken-hoch gesetzt. Kaum da war man darinnen

Man sahe keinen Theil viel Streits darum beginnen.

Und muste Widerhold des Orts Beschirmer seyn

Er ließ auch keinen Feind bey seinen Zeiten ein

Nicht achtende was Macht sich jhm gab zu erkennen

Man mocht’ jhn wolbefugt den Widerhalt benennen.

Auf dieses setzte man die Macht vor Stutgart an

Das man mit leichter Müh in wenig Zeit gewann.

Anjetzo wurd ein Danck- und Bet-Tag außgeschrieben

Daß es dem Höchsten möcht hinfort noch mehr belieben

Den Seinen gut zu seyn. Diß alles wol gethan

Griff der berühmte Fürst die Vestung Breysach an.

Ein Ort von der Natur zum Wunder fest gemachet

Von starckem Krieges-Volck aufs tapferste bewachet

Mit allem wol versehn von Jedermänniglich

Unwinnbar vorgestellt und hatte solche sich

Drey hundert Jahre lang zu seines Preiss erheben

An keinen als allein an Oesterrich ergeben.

Diß alles ungeacht umgab der Held den Platz.

Kaum da erschien

Zu thun doch gantz umsonst. Dann Bernhard gieng entge-

und setzte so an sie

Voll blasser Leichen war. Zwölff hundert blieben todt

Drey tausend in verhafft der Rest entkam mit Noth.

Da blieb die Cantzeley da blieben alle Stücke

und was dazu gehört mit vielem Meel zu rücke.

Es hatte zwar der Feind sich mächtig in der Schlacht

Erwiesen und den Held Tupadel weggebracht

Weil er sich allzu tieff hatt’ in den Feind verhauen

Noch gleichwol ließ der Sieg sich jhm von Rücken schauen

und reichte seinen Krantz in Hertzog Bernhards Hand.

Damit kam Breysachs Sach’ in einen trüben Stand.

Und machete der Schlag am Dorffe Wittenweyer

Geschehen alle Ding’ in Breysach trefflich teuer.

Es schlug noch über diß ein ander

In dem das Pulver-Hauß daselbst in einem Nu

Durch einen Brand zersprung viel Häuser niederstürtzte

und sonderlich an Wehr- und Lebens-Mitteln kürtzte.

Diß nahm der Held in acht und satzte mächtig an.

Er sah auch über diß ein etlich hundert Mann

Die man aus Breysach trieb die Noth nicht zu vermehren

Die alle gaben jhm genugsam anzuhören

Was Mangel in der Stadt und daß so ungefehr

Ein tausend Mann nicht mehr da zur Besatzung wär.

In dem er eufrig war die Vestung zu besiegen

Kam der von Lothringen mit jhm darum zu kriegen.

Wiewol er anders nicht mit diesem hat gesucht

Als nur der Vestung Noth mit Meel und andrer Frucht

Zu mindern. Aber hört es gieng jhm

Als es dem Götzen gieng. Er war vom Glück verlassen

Sein Volck blieb in dem Lauff sein lieber

Als Führer dieses Heers wie auch der Held

Verfielen in Verhafft. Sehr so gieng diß zu scheitern

und bloß durch eine Schaar von Weymarischen Reitern.

Diß war das andre Heer das wegen Brysach lag.

Und nun kam auch das dritt' und letzte vor den Tag.

Ein Heer von großer Macht und Kriegs-gewohnten Scha-

Bey dem

Sie hatten den Befehl: Geht hin und thut Entsatz

Wo nicht so sterbet nur gehäufft vor solchen Platz.

Sie thaten jhre Pflicht und stürmten nach der Brücken

Mit solchem

Jm Felde fliegen sah also gieng das Geschütz

Auf derer Anlauff loß. Doch es wurd jhre Hitz

Hiedurch nur mehr vermehrt daß sie sich der Verschantzten

Bemächtigten und da jhr’ eigen Fahnen pftantzten.

Als Hertzog Bernhards Heer des Feindes Macht vernam

und daß sie als ein Sturm daher gewirbelt kam

Erwieß es wiederum was Macht auf seiner Seiten.

Und sihe da zwey Heer nochmahls um Brysach streiten.

Lamboy hielt sich wol noch bässer aber ficht

Sein Feind der jhm sein Heer fast halb zu Grunde richt.

Theils in den Reyhn verjagt theils durch die Klinge fället

Theils unter seine Macht mit Macht gefangen stället.

Götz hatt’ es eben so wie mächtig er auch focht.

Es war nun mehr an dem daß niemand mehr vermocht

Ein mächtiges zu thun des großen Weymars Händen

Die lang-verlangte Braut- von Brysach abzuwenden.

Was auch der Käyser selbst dem Reynach ernstlich schrieb:

Nim Brysach wol in acht der Ort ist uns sehr lieb

Denck daß in aller Welt ein Brysach sey zu finden

So must’ es endlich doch sich lassen überwinden.

Dann sie die Hungers Noth zu solchem Jammer bracht’

Als nie in aller Welt dergleichen wird gedacht.

Schweig nur Jerusalem Samaria deßgleichen.

Des Brysachs Hungers Noth war keine zuvergleichen.

Der Mensch fraß Menschen auf er öffnete das Grab

und nagete das Fleisch von alten Todten ab.

Die Hand bestarret mir ob solchen Greuel-Dingen

Der Mund wird Eckels voll hiervon mehr vorzubringen.

So gieng dann Brysach nun in Hertzog Bernhards Macht

Nach dem er ein halb Jahr und auch die dritte Schlacht

Davor gehalten hatt’.

Er und gantz Franckreich ließ Trompet- und Paucken regen.

Vor allem aber wurd an GOtt ein Danck gethan

Denn Er ist der allein der Siege geben kan.

Dem Brysach folgete die Landskrohn derer Spitzen

Biß an die Wolcken gehn die immer frey zu sitzen

Bißher gewohnet war. Wie mächtig der Verlust

Von solchem festen Platz des großen Adlers Brust

Betrübet hab’ ich mehr zu schweigen als zu sagen.

Rom selbst mit Spannien betrieb hierob sein Klagen.

Es war nun um die Zeit da

Jm kalten Steinbock hatt’ da sich die Nächte lang

und voll vom harten Frost bezeigten derowegen

Gieng Bernhards seine Macht Burgundien zu belegen

und das was feindlich war zu zwingen wie sie dann

Joux, Pontalier und mehr die ich nicht nennen kan

Eroborte.

Der Brysach einen Preiß der Vesten unterbrachte

Mocht andre freylich wol erschrecken. Es geschah

Der strenge Frost war weg der Lentz war wieder da

und Bernhard naherte sich seinem Brysach wieder

Fiel aber bald darauf in eine Kranckheit nieder.

Die jhm der Sage nach des gelben Neydes Gifft

Das sonst gemeiniglich die tapfren Helden trifft

Hatt’ eingeflöst. Er starb

Sehr sanfft und seeliglich. Sein Tod wurd’ an der Seyne

und wo sein Lob erscholl höchst-trauerig beklagt.

Der allen Preiß und Ruhm von diesem Fürsten sagt

Hat

Was man um seinen Sarck zu Ehren hat geschrieben.

Dem vormals Sterblichen von Weymar aber itzt

Unsterblichen sey diß zum Denckmahl eingeritzt:

Steh lieber Wandersmann und lies so ohne weinen

Dein Aug des Weymars Grab kan lesende bescheinen

Er starb in Deutschlands Schoß von allen starck bekriegt

Da Deutschland selber doch in jhm seeltagend ligt.

Er war in Franckreich lieb dem Käyserthum entgegen

Er zeigte jenem Hilff und diesem seinen Degen.

Er starb auf seinen Sieg von Brysach Er bestritt’

und nam allein mit dem die andern alle mit.

Er wuste hier nicht mehr Triumffe zu erlangen

Daher er auch von hier zum Höhern ist gegangen.

Er starb auf seinem Bett’ als einer der mit Macht

In Schlachten nimmermehr kunt werden unterbracht.

Er hat vor keinem Feind’ allein jhm selbst gewichen

Sein Grab ist rund herum mit Siegen außgestrichen.

Setzt Lorbeer-Kräntz hierauf thut die Cypressen ab

Hier ist des Siegers Ort und kein bekläglich Grab.

Wil jemand aber viel mit wenig Worten sagen

Der spräche so: Hier liegt annoch von jungen Tagen

Der große Weymar-Fürst in einer engen Grufft

Vom Fieber weggerafft Sein Lob hegt alle Lufft.

Er ruhet von dem Streit und triumfiert im sterben

Es kan der Rauten Glantz durch keinen Frost verderben.

Seht dieses war die Schrifft um dieses Helden Grab.

Sein Tod setzt meine Hand von jhrem schreiben ab.