Des Deutschen Krieges Neunter Theil.
Bannier vom Glück ermahnt den Gegner zu ver- derben
Zog nach dem Danckfest’ auf und legte sich vor
Werben
Das ein par tausend Mann und anders nach der Schlacht
Vor Wittstock in der Flucht in dessen Wall gebracht
Behauste. Kaum dafür da war er auch darinnen.
Was wolte solches Volck vor solcher Macht beginnen?
Er nahm den festen Ort mit samt dem Volck an sich.
Damit blieb seinem Feind ein großes in dem Stich.
Auf dieses gieng das Heer nach Egeln da sich Wrangel
Nach Pommern Leßle sich zur Weser dessen Mangel
Zu helffen neu erhob. Ein jeder that das sein’.
In dessen legte sich Bannier um Erfurt ein
Ließ Feinde Land und Leuth in Thüringen und Meißen
Durch seine Siegende vereufert niederreißen.
Diß alles ungeacht sprach Erfurt als sein Feind
Dann es war solches nun des Prager-Friedens Freind.
Als aber sich Bannier mit Macht jhm wiederlegte
That solches nochmals so wie es vor diesem pflegte
und war der Schweden Freind. Auf dieses schonte man
Die Stadt und neben ihr des Weymars
Cur-Sachsen aber must hergegen mächtig leyden
Biß man den Siegenden die Flügel zu beschneiden
Noch größre Macht aufbracht’. Es eylte Hatzfelds Schar
Die durch den letzten Schlag sehr schlecht zu sehen war
Nach Götzens großem Volck in Hessen und Westfalen
Sich zu vereinigen und die Bannirsche Pfalen
So ferne fort gesetzt zu brächen. Diesen Sinn
Zu stützen sandte man den tapfren Leßle hinn.
Er aber viel zu schwach auf dreyßig tausend Seelen
Zu schlagen ließ es doch an diesem wenig fählen
Daß er der Pässe sich versicherte. Wie dann
Der Oberst Stallhannß viel zu solchem hat gethan.
Sie stützten und Bannier gieng Leipzig zu gewinnen.
Kaum da erhob er sich schon wiederum von hinnen
und schlug bey Eulenburg ein etlich hundert Mann
Der Sächsischen Armee von welchen er fort an
Nach Torgau gieng den Feind der sich mit schnellen fliehen
Dahin gereitet hatt’ allda zu überziehen.
Er nahm die gute Stadt mit samt der Sachsen Schar
Die in zweytausend starck bewehrt darinnen war.
Acht Regimenter sind hiedurch zu scheitern gangen
Die meisten gaben sich den Schwedischen gefangen.
Diß alles außgericht versorgte man die Stadt
Mit Mitteln die ein Heer vor solcher nöthig hat
Und gieng zum andernmal vor Leipzig sich zu setzen.
Diß ängstend hörte man wie Hatzfeld mit dem Götzen
Sich durchgebrochen hätt’ und wäre schon herein
Mit einer großen Macht der Stadt Entsatz zu seyn.
Damit versamlete Bannier sein Volck zusammen
Schlng Meißen rechts und lincks mit Schwerdt und Feuers
Flammen
und gieng nach Torgau zu beschantzete sein Heer
Pflantzt hundert donndernde Geschütz und noch viel mehr
Auf seinen Wällen rum die Feinde zu begrüßen.
Und sihe da die Macht die Schweden zu beschlüßen.
Bannier war nun ein Löu der mit Gewalt umringt
Bald ein Gebrüll erhebt bald auf die Feinde springt
und keinen Nachklang wil von seinem fliehen haben.
Es lagen Freind und
Und war des Gegners Heer von neuntzig tausend Mann
Dann es kam alle Macht des Deutschen Reiches an
Der Schwedischen Gewalt sich gäntzlich loß zu machen.
Es stundt auch diesesmal mit der Belägrer Sachen
Sehr wol so daß Bannier nach langer Gegenwehr
und dünn-gemachter Macht (dann es war jhm sein Heer
Biß auf eilff tausend Mann geschmoltzen) muste weichen
Da war noch Kraut noch Loth noch des Entsatzes Zeichen
Ich schweige was für Noth an Lebens-Mitteln war.
Dann es war alles Land durch solche große Schar
Verdorben. Er brach auf nicht seines Feindes wegen
Vor dem er fäst genug an Torgau war gelegen
Vielmehr aus Noth von Brodt und anderm wie gedacht
Und dieses that jhm mehr als eine große Schlacht.
Es hatt’ jhm Leßlens Heer mit Pfulens seinen Scharen
Die durch die Laußnitz was vorangegangen waren
So guten Paß gemacht daß er wol folgen kunt’.
Als aber dessen Feind allzeit sehr wachsam stundt’
Auf seinen Zug zu sehn geschachs daß die Croaten
Jhm folgten und fürwar sehr großen Schaden thaten.
Ein tausend blieb im Stich. Es kam auch über diß
Das gantze Heer hernach das wenig ruhen ließ.
Und hatte jederman sich höchlich zu verwundern
Wie General Bannier durch so viel Feind’ und dundern
Annoch entgehen kunt. Er kam bey Landsberg an.
Kaum da war auch sein Feind bey jhm schon auf dem Plan
Nach welchem er so starck mit seinen Blitz-Geschützen
Gespielt daß tausend Mann hieselbsten blieben sitzen.
Hierauf begab er sich nicht ferne von Cüstrin
Mit seiner kleinen Macht die Oder über hin
und gieng nach Neustadt zu woselbst Feld-Marschalck
Wrangel
Mit zehen tausend Mann des Volckes großen Mangel
Erstzte. Diß gethan begab man sich nach Schwed.
Viel hielten aber nun die Schwedischen vor blöd
Weil jhrer Feinde Macht der jhren überlegen
und nun sehr glücklich war. Man zog von allen Wegen
Zusammen jhre Flucht nach Schweden anzusehn.
Da waren Gallas Götz Jslani Hatzfeld Gleen
Mit den Cur-Sächsischen und Brandenburgschen Scha-
Bey denen Vitzthum und der Klitzing Führer waren.
Um dieses gieng Bannier biß in das Pommerland
Da er zehn tausend Mann aus Schweden her gesand
Zu seiner Hilff bekam. Noch wolt es nichts verschlagen.
Dieweil die Gegen-Macht zn groß und sie zu jagen
Von rechtem Eufer war. Sie nahm Gartz und Demmin
Das Wolgast
Bald aber wieder ab weil man da Stöß außtheilte.
Wie wenig Gallas sich bey diesem Zug verweilte
War dennoch nachgesagt: Er hette wol was mehr
Zu thun vermocht dieweil das schwache Schweden-Heer
Sich nach Wollin begab und da so lang bewällte
Biß Schweden größre Hilff an dessen Seite ställte.
Eh aber diß geschah lieff ein halb Jahr dahin.
Mit diesem zog Bannier neu-mächtig durch Stetin.
Und legte fich vor Gartz daß er nach wenig stürmen
Gewann und alles Volck was er in dem beschirmen
Befundte niederhieb die Bürger in das Land
Vertheilte Gartz hierauf mit einem großen Brand
Vertilgte Mauern Wäll’ und Thürme niederfällte.
Damit der Ort hinfort sich keinem widerställte.
Es war ein großer Paß der in dem auf und ab
Wann er bewehret war sehr viel verhinderniß gab.
Diß alles außgericht setzt er dreyhundert Pferden
Durch welche Wolgast solt in Noth erquicket werden
Biß Wolgast nach und schlug dieselbe meistens todt.
Damit geriet die Stadt in eine solche Noth
Von Volck von Kraut und Loht von Mitteln um zu leben
Geschwiegen was die Pest für Jammer hat gegeben
Daß sie sich jhm hierauf nechst Brandenburg ergab.
Auf dieses wartet’ er die Macht von Gallas ab
Die zwantzig tausend starck nicht weit von Grabau stundte
In Meynung daß sie sich zur Schlacht gewillt befundte.
Das warten war umsonst man dacht’ an keine Schlacht
Allein das scharmuziern das währte Tag und Nacht
und blieben bey Malchin der Käysrischen und Polen
Fast bey ein tausend Mann durch Bande Schwerdt und
Kolen.
Hergegen blieb durch Pest und große Hungers Noht
Ein großes Schweden-Volck bevor vom neuen todt.
Diß gab dem Gallas Muht was länger da zu bleiben
In Meynung seinen Feind durch solches zu zersteuben.
Und hatt' er diesesmal sein Lager bey Malchin
Sein Gegner aber lag anjetzo bey Demmin.
Ditz dauerte so lang biß sich der Frost erregte
Der Schweden große Noth die Pest gemählig legte
Den Gallas aber fort nach andern Plätzen trieb
Dem General Bannier mit schnellem Fuß und Hieb
Allzeit im Nacken war und nach der Elbe rückte
Wo er drey tausend Mann ins Lüneburgsche schickte
Des Kings geschlagen Volck (von Holl- und Engeland
Dem Hause Heydelberg zum bästen abgesand)
Durch Hatzfelds seine Macht bey Lemgau übersieget
Wo Pfaltzgraf Ruprecht selbst gefangen war gekrieget
Annoch an sich zu ziehn. Doch es fiel etwas schwehr
Dann es kam Hertzog Görg mit dem von Broy daher
und schlug bey Boytzenburg vierhundert Mann darnieder
Bey Goldberg gleich so viel. Daher Bannier sich wieder
Nach Mecklenburg begab. Kaum da kam Zeitung an
Es wäre
Jm Anzug sich bey Wisch dem Gallas zu zu ziehen.
Man sah Cur-Sachsen sich vor dißmal groß bemühen
Der Schweden loß zu seyn. Daher auch eine Macht
und Hilff der andern nach von jhr wurd aufgebracht.
Wie hier mit
und muste dieser Held an Vitzthums Stelle stehen.
Bannier diß hörende gieng auf denselben loß
Schlug dritthalb tausend Man
Die Käysrischen aus Wisch zu dessen Hilff’ erschienen.
Und nun sah man das Glück die Schweden neu bedienen.
Kaum daß die Sächsischen gedachte Niederlag
Erlitten hörte man von einem andern Schlag
Den die Gallasischen bey Perlenberg bekamen.
Worauf sie allesamt den Zug was höher nahmen.
Gallas nach Osterburg nach Stendel
Der Klitzing nach Berlin Bannier nach jhnen hin.
Damit so kriegten wir den Krieg mit allen Peitschen
Vom neuen von der See ins innerste der Deutschen.
Wie er mit starcker Flut sich an die See begab
So gieng er ebende sehr schleunig wieder ab.
Der eine wolte fest beym Prager-Frieden stehen
Und dieser wolte noch nach einem bässern sehen.
Beklagens-werte Zeit die Deutschland neu bekam
Eh GOtt dem Marspiter sein blntig Zepter nahm!
Es war der Sünden-Schuld aus Blut in Blut verfallen
Es halff kein Gegen-stand wie mächtig auch von allen
Die Hand darwider war. Wann GOtt die Länder strafft
So hilfft es nicht was Macht man auch darwider schafft.
Die Wider-Römsche Macht kam wiederum zu wachsen
So wol bey dem Bannier als bey dem großen Sachsen
Von Weymar dessen Heer sich nach erhaltner Schlacht
Von Hohenthwiel begab ein Ort von großer Macht
und Wolcken-hoch gesetzt. Kaum da war man darinnen
Man sahe keinen Theil viel Streits darum beginnen.
Und muste Widerhold des Orts Beschirmer seyn
Er ließ auch keinen Feind bey seinen Zeiten ein
Nicht achtende was Macht sich jhm gab zu erkennen
Man mocht’ jhn wolbefugt den Widerhalt benennen.
Auf dieses setzte man die Macht vor Stutgart an
Das man mit leichter Müh in wenig Zeit gewann.
Anjetzo wurd ein Danck- und Bet-Tag außgeschrieben
Daß es dem Höchsten möcht hinfort noch mehr belieben
Den Seinen gut zu seyn. Diß alles wol gethan
Griff der berühmte Fürst die Vestung Breysach an.
Ein Ort von der Natur zum Wunder fest gemachet
Von starckem Krieges-Volck aufs tapferste bewachet
Mit allem wol versehn von Jedermänniglich
Unwinnbar vorgestellt und hatte solche sich
Drey hundert Jahre lang zu seines Preiss erheben
An keinen als allein an Oesterrich ergeben.
Diß alles ungeacht umgab der Held den Platz.
Kaum da erschien
Zu thun doch gantz umsonst. Dann Bernhard gieng entge-
und setzte so an sie
Voll blasser Leichen war. Zwölff hundert blieben todt
Drey tausend in verhafft der Rest entkam mit Noth.
Da blieb die Cantzeley da blieben alle Stücke
und was dazu gehört mit vielem Meel zu rücke.
Es hatte zwar der Feind sich mächtig in der Schlacht
Erwiesen und den Held Tupadel weggebracht
Weil er sich allzu tieff hatt’ in den Feind verhauen
Noch gleichwol ließ der Sieg sich jhm von Rücken schauen
und reichte seinen Krantz in Hertzog Bernhards Hand.
Damit kam Breysachs Sach’ in einen trüben Stand.
Und machete der Schlag am Dorffe Wittenweyer
Geschehen alle Ding’ in Breysach trefflich teuer.
Es schlug noch über diß ein ander
In dem das Pulver-Hauß daselbst in einem Nu
Durch einen Brand zersprung viel Häuser niederstürtzte
und sonderlich an Wehr- und Lebens-Mitteln kürtzte.
Diß nahm der Held in acht und satzte mächtig an.
Er sah auch über diß ein etlich hundert Mann
Die man aus Breysach trieb die Noth nicht zu vermehren
Die alle gaben jhm genugsam anzuhören
Was Mangel in der Stadt und daß so ungefehr
Ein tausend Mann nicht mehr da zur Besatzung wär.
In dem er eufrig war die Vestung zu besiegen
Kam der von Lothringen mit jhm darum zu kriegen.
Wiewol er anders nicht mit diesem hat gesucht
Als nur der Vestung Noth mit Meel und andrer Frucht
Zu mindern. Aber hört es gieng jhm
Als es dem Götzen gieng. Er war vom Glück verlassen
Sein Volck blieb in dem Lauff sein lieber
Als Führer dieses Heers wie auch der Held
Verfielen in Verhafft. Sehr so gieng diß zu scheitern
und bloß durch eine Schaar von Weymarischen Reitern.
Diß war das andre Heer das wegen Brysach lag.
Und nun kam auch das dritt' und letzte vor den Tag.
Ein Heer von großer Macht und Kriegs-gewohnten Scha-
Bey dem
Sie hatten den Befehl: Geht hin und thut Entsatz
Wo nicht so sterbet nur gehäufft vor solchen Platz.
Sie thaten jhre Pflicht und stürmten nach der Brücken
Mit solchem
Jm Felde fliegen sah also gieng das Geschütz
Auf derer Anlauff loß. Doch es wurd jhre Hitz
Hiedurch nur mehr vermehrt daß sie sich der Verschantzten
Bemächtigten und da jhr’ eigen Fahnen pftantzten.
Als Hertzog Bernhards Heer des Feindes Macht vernam
und daß sie als ein Sturm daher gewirbelt kam
Erwieß es wiederum was Macht auf seiner Seiten.
Und sihe da zwey Heer nochmahls um Brysach streiten.
Lamboy hielt sich wol noch bässer aber ficht
Sein Feind der jhm sein Heer fast halb zu Grunde richt.
Theils in den Reyhn verjagt theils durch die Klinge fället
Theils unter seine Macht mit Macht gefangen stället.
Götz hatt’ es eben so wie mächtig er auch focht.
Es war nun mehr an dem daß niemand mehr vermocht
Ein mächtiges zu thun des großen Weymars Händen
Die lang-verlangte Braut- von Brysach abzuwenden.
Was auch der Käyser selbst dem Reynach ernstlich schrieb:
Nim Brysach wol in acht der Ort ist uns sehr lieb
Denck daß in aller Welt ein Brysach sey zu finden
So must’ es endlich doch sich lassen überwinden.
Dann sie die Hungers Noth zu solchem Jammer bracht’
Als nie in aller Welt dergleichen wird gedacht.
Schweig nur Jerusalem Samaria deßgleichen.
Des Brysachs Hungers Noth war keine zuvergleichen.
Der Mensch fraß Menschen auf er öffnete das Grab
und nagete das Fleisch von alten Todten ab.
Die Hand bestarret mir ob solchen Greuel-Dingen
Der Mund wird Eckels voll hiervon mehr vorzubringen.
So gieng dann Brysach nun in Hertzog Bernhards Macht
Nach dem er ein halb Jahr und auch die dritte Schlacht
Davor gehalten hatt’.
Er und gantz Franckreich ließ Trompet- und Paucken regen.
Vor allem aber wurd an GOtt ein Danck gethan
Denn Er ist der allein der Siege geben kan.
Dem Brysach folgete die Landskrohn derer Spitzen
Biß an die Wolcken gehn die immer frey zu sitzen
Bißher gewohnet war. Wie mächtig der Verlust
Von solchem festen Platz des großen Adlers Brust
Betrübet hab’ ich mehr zu schweigen als zu sagen.
Rom selbst mit Spannien betrieb hierob sein Klagen.
Es war nun um die Zeit da
Jm kalten Steinbock hatt’ da sich die Nächte lang
und voll vom harten Frost bezeigten derowegen
Gieng Bernhards seine Macht Burgundien zu belegen
und das was feindlich war zu zwingen wie sie dann
Joux, Pontalier und mehr die ich nicht nennen kan
Eroborte.
Der Brysach einen Preiß der Vesten unterbrachte
Mocht andre freylich wol erschrecken. Es geschah
Der strenge Frost war weg der Lentz war wieder da
und Bernhard naherte sich seinem Brysach wieder
Fiel aber bald darauf in eine Kranckheit nieder.
Die jhm der Sage nach des gelben Neydes Gifft
Das sonst gemeiniglich die tapfren Helden trifft
Hatt’ eingeflöst. Er starb
Sehr sanfft und seeliglich. Sein Tod wurd’ an der Seyne
und wo sein Lob erscholl höchst-trauerig beklagt.
Der allen Preiß und Ruhm von diesem Fürsten sagt
Hat
Was man um seinen Sarck zu Ehren hat geschrieben.
Dem vormals Sterblichen von Weymar aber itzt
Unsterblichen sey diß zum Denckmahl eingeritzt:
Steh lieber Wandersmann und lies so ohne weinen
Dein Aug des Weymars Grab kan lesende bescheinen
Er starb in Deutschlands Schoß von allen starck bekriegt
Da Deutschland selber doch in jhm seeltagend ligt.
Er war in Franckreich lieb dem Käyserthum entgegen
Er zeigte jenem Hilff und diesem seinen Degen.
Er starb auf seinen Sieg von Brysach Er bestritt’
und nam allein mit dem die andern alle mit.
Er wuste hier nicht mehr Triumffe zu erlangen
Daher er auch von hier zum Höhern ist gegangen.
Er starb auf seinem Bett’ als einer der mit Macht
In Schlachten nimmermehr kunt werden unterbracht.
Er hat vor keinem Feind’ allein jhm selbst gewichen
Sein Grab ist rund herum mit Siegen außgestrichen.
Setzt Lorbeer-Kräntz hierauf thut die Cypressen ab
Hier ist des Siegers Ort und kein bekläglich Grab.
Wil jemand aber viel mit wenig Worten sagen
Der spräche so: Hier liegt annoch von jungen Tagen
Der große Weymar-Fürst in einer engen Grufft
Vom Fieber weggerafft Sein Lob hegt alle Lufft.
Er ruhet von dem Streit und triumfiert im sterben
Es kan der Rauten Glantz durch keinen Frost verderben.
Seht dieses war die Schrifft um dieses Helden Grab.
Sein Tod setzt meine Hand von jhrem schreiben ab.