Desaleichen.

By Johann Georg Gressel

Es träufft des Himmels-Gunst nun lauter Balsam nieder

Der ströhmt mit vollem Glück auf deine Scheitel zu

Nach langen Stürmen findt ein sanffter Blick sich wieder

Und auf die Unlust-Last vergnügte Seelen Ruh.

Die Wollust will anjetzt mein Freund dich truncken machen

Sie lässet ihre Lust dir zum Vergnügen aus

Selbst das Verhängniß muß ob deinen Glücke lachen

Es führet dich zuletzt in das beliebte Haus.

So krönt Beständigkeit nach ausgestandnen Proben

Dennoch dein wehrtes Haupt mit einem Myrthen-Krantz

Die erste Liebe bleibt ob gleich die Neider toben

In der Zerreissung stehn und im Zertrennen gantz.

Bellandra will ihr Wort ihr reines Wort erfüllen

Sie will in kurtzer Zeit dein bestes Labsahl seyn

Es soll dein heisser Geist den Liebes-Hunger stillen

Es nimmt ihr

Vergnügung will mit Lust um deine Scheitel spielen

Die Liebste labet dich mit ihrer Zucker-Brust

Corallen werden dir die heissen Lippen kühlen

Du wirst beladen seyn mit angenehmer Lust.

Das traurige Gestirn die düsteren

Und der

Die dir in dein er Lieb’ Angst Noht und Schmertz erweckten

Wird nun ein frohes Licht des klaren Himmels seyn.

Du wirst dein Haupt mit Lust wie

Dis frendige Gestirn vermehret deine Ruh

Kein Stürmen kan den Schein des Freuden-Lichts vernichten

Es wirfft dir unverhofft die schönsten Strahlen zu.

Nun kanst du nach der Nacht und ihren Finsternissen

Den schönen Morgen-Stern in vollem Glantze sehn.

Dein Engels-Kind wird dich recht zu Vergnügen wissen

Dein Schmertze ist nun fort dein Klagen ist geschehn.