Die achte Todsünde

By Arno Holz

Written 1896-01-01 - 1896-01-01

Ein Dichter darf mit seinen Sachen,

Uns wüthend, darf uns rasend machen,

Wir stecken's schliesslich ruhig ein,

Wer wird denn immer: „Kreuzigt!“ schrein?

Nur Eins wird man ihm nie verknusen,

Und gäb's statt neun selbst neunzig Musen:

Wenn er in Reimen wässrig thränt,

Indess sein armer Leser gähnt.

Drum, wer uns langweilt oder ledert,

Verdient, dass man ihn theert und federt!