Die aus der Grösse der him̃lischen Cörper und Herrlichkeit der Geister hervorleu...
GoTTHEJT, Die Du, bloß aus Liebe,
Aller Himmel Himmel Heer,
Sonnen, Welte, Lufft und Meer,
Aller Creaturen Pracht,
Und, zusammt dem Geist des Lichts,
Aus der tieffen Nacht des Nichts,
Auch den strengen Fluß der Zeit,
Die in stiller Schnelligkeit,
Wie es scheinet, flieht und fliesset,
Und ins Meer der Ewigkeit
Ungehemmet sich ergiesset,
Durch ein Wort hervor gebracht!
Laß! ach laß uns uns bestreben,
Daß wir Dir, von unserm Leben,
Wenigstens zur Wechsel-Zeit,
Einen Theil zum Opfer geben,
Und, in der Beschaffenheit
Der Geschöpf, und Herrlichkeit,
Deine Herrlichkeit erheben!
Wo eine Zeit von uns des Schöpfers Ruhm erfodert,
Wo ie dem menschlichen Geschlecht,
Nach seinen Pflichten, und mit Recht
Ein frohes Andacht-Feur in Brust und Seele lodert;
So ist es diese Zeit, da wir zur Sonnen-Glut,
Dem Spiegel Göttlicher Vollkommenheiten,
Der Creaturen Seel’, und aller Fruchtbarkeiten,
Und alles Segens Quell, der Licht- und Lebens-Fluth,
Die, voller Wärm’ und Krafft, sich überall ergiesset,
Und, als ein Seegens-Fluß, Lufft, Erd’ und Fluth durch-
Aufs neu uns wieder drehn.