Die dreyfache glücks- und ehren-krone bey dem seligen hintritt Frauen Catharina ...

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Als Franckreich seinen sohn den Pohlen wieder nahm Und Heinrich durch die flucht zum zweyten throne kam Da warff er die vernunfft erst auff der welt getümmel Nahm Solons lehren an die er dem Crösus gab Und riß auff reinen grund drey göldne kronen ab Mit dieser überschrifft: die dritte bleibt im himmel.

Betrübte! darff ich mich zu rühmen unterstehn

Was jenem Pohlen war das war ihr jungfer-stand

Doch diese krone brach die flamme der natur

Wie wenn ein glimmend feur auff einmahl lufft erhält

Ihr pol-stern war allein ihr allerliebster Lith

Was Artemisia was Portia gethan

Denn statt der aschen tranck sie Christi freuden-wein

Wie sie sein hertze nun mit zucker überstreut

Sie wuste daß um klee und grünen roßmarin

Das glücke dieser welt und seiner ehren-bahn

Und endlich gab ihr leib der erden gute nacht

Daß er Hoch-Edler nun in thränen-saltze schwimmt

Hier steht sein werthes haus und klaget seine frau

Und darum glaub ich leicht wie seine seele schwitzt

Was aber bringen uns die thränen endlich ein?

Es lebt die selige nun aller angst befreyt

Gesetzt daß Südland nun gesunder lüffte sey;

Denn ihre burg ist nun der thron der ewigkeit

Drüm zieht betrübteste die schwere thränen ein