Die glückliche Mittags-Ruhe.

By Johann Georg Gressel

Es war sehr hefftig heiß der Morgen war vergangen

Ich legte mich aufs Bett als ich gespeist zur Ruh

Die Fenster-Lade war halb offen und halb zu

Fast wie mit ihrem Licht die düstern Häynen prangen

So wie wenn

Wie oder nach der Nacht des Tages Vortrab scheint

In welcher Dunckelheit kein Mädgen es verneint

Weil der Furchtsahmen Schaam darinn gesichert däuchtet.

Corinna kahm darauf mit einem Rock bedecket

Loß um den weissen Hals des Haar ohn Schleyer hing

So wie

Und wie die

Ich raubte ihr den Rock und dachte sie zu kriegen

Sie aber griff auch zu und faßte das Gewand

Es wieder anzuziehn doch war ihr Widerstand

Kein Ernst sie ward besiegt durch willigs Unterliegen.

Daß sie nun gantz entblößt vor unsern Augen stehet

Es war so gar kein Fehl an dem

Als ich die Schulter sah so war der Armen auch

Die Brust die war gerecht zur Tastung aufgeblähet.

Ich weiß nicht alle Pracht und was sich kostbahr zeigte

So wie die Seite war so war der Hüffte-Zier

Ich fand mit einem Wort nichts Tadelhaffts an ihr

Daß ich auch meinen Leib an ihre Glieder beugte.

Wers Ubrige nicht weiß der rahte in die Wette

Bis ihn die Reitzung hin auf die Gedancken zieht

Wir schlieffen endlich ein weil wir zu sehr ermüdt

Doch wünsch ich daß ich stets so guten Mittag hätte.