Die grüne Saaten.
Des Schöpfers weise Wundermacht, die allenthalben da zu sehen,
Wohin wir nur das Augenlicht, auf die-
Erblikt man mit Verwunderung auf ei-
Da sich der Hofnung Seegensbild, die grüne Saat
Das Herze wird darob vergnügt, die Augen wer-
Wenn man der Aekker frisches Grün, in einer Ebe-
Zuerst, wenn jedes Korn gekeimmt, bricht die ge-
Und steigt mit seinem grünen Blat, wie eine klei-
Die Saat die immer dichter wird, bedekt den schrof-
Wir sehn im wachsendem Gedein sie täglich immer
Bis sie der Mutter schwarzen Schoos, mit grünen
Die hin und wieder sind verbrämmt, und allent-
Mit gelber Blumen hellen Gold. Und wenn dar-
Sieht man ein grün gespanntes Tuch, mit vielen
Jemehr das Auge darauf schaut, jemehr bewundert
Jemehr der Geist es überdenkt, jemehr vergnüget
Daraus die frohe Hofnung keimmt, daß uns in
Des Schöpfers weise Macht und Güt, werd un-
Die Saat die immer grösser wird, die Sonne, Thau
Die breitet sich nun weiter aus, und wird ein Zun-
Und wenn die Luft dieselbe regt; so deucht mir daß
Mit lauter Zungen angefüllt, zu
Des Schöpfers würkend Allmachts-Wort, das Saamenkörner fruchtbar macht, Hat uns nunmehro aus der Erd, als unsern Schooß herfürgebracht; Wir haben nun das Feld bedekt, mit einen grünen Hofnungskleide, Und geben dem der uns beschaut, die ange- nehmste Augenweide, So machts der Schöpfer der Natur, der seine Kreaturen schmükt,
Er hat euch seine Wundergüt, in alle Sin- nen eingedrükt Anjezo könt ihr solche sehn, in kurzen kön- net ihr sie schmekken, O! Menschen last euch nur dadurch, zu eu- res Gebers Ruhm erwekken!
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