Die Macht der Schönheit

By Johann Martin Miller

Written 1782-01-01 - 1782-01-01

Die Fabel und die Wahrheit zeugt,

Daß nichts an Macht der Schönheit gleicht.

Herr Adam, holder Reize wegen,

Verscherzte sich des Himmels Segen:

Herr Paris reizte Griechenland

Zur Wut; sein Troja ward verbrannt.

Ein unglücksel'ger Apfel brachte

Die Staupen her, eh' man es dachte.

O hätten beide sie erblickt,

Sie, die hier unsre Fluren schmückt:

Den Apfel hätte mit Begier

Genommen Adam gleich von ihr,

Und Paris würd' ihn ohn Bedenken

Dir, liebenswürd'ge Chloe, schenken.