Die mannigfaltige Weisheit GOttes im Reiche der Gnaden Bei der Offenbahrung des ...
Ich will nunmehr weiter singen,
Von den wunderbahren Dingen
Die im Neuen Testament
Uns der Höchsten Weisheitsstrahlen
Klärlich vor die Augen mahlen
An der Kirchen Firmament,
Wo die helle Gnadensonne,
Sich verklärt in güldner Wonne.
Jesus kam, der ward gebohren,
Der was Adam hat verlohren,
Glüklich wieder hergestellt:
Engel musten zum Erstaunen,
In den Lüften ausposaunen,
Es sei da, das Heil der Welt,
Das nach dem vollbrachten Ringen,
Würde Frieden wiederbringen.
Welch ein weises Vorsichts Fügen
Jesus must in Krippen liegen,
Als ein Kind das arm und blos!
Von dem alle Ding entstehen,
Die im Reich der Macht zu sehen;
Den der Himmel nicht umschloß,
Noch die Erde konnte fassen,
Der ward elend und verlassen.
Wenn ich diesen Heiland sehe,
So zeigt er der GOttheit Höhe
Doch bei seiner Niedrigkeit,
Er war arm; die Seraphinen
Musten ihn im Elend dienen,
Da er uns im Fleisch erfreut:
Das kann uns die Lehre geben,
Luft und Himmel ward erreget,
Und die Erde ward beweget
Als er in dem Fleisch erschien:
Hie ist abermahl zu finden
In den dunklen Vorsichtsgründen
Des Allweisesten Bemühn,
Aller Welt dadurch zu lehren,
Jesum als ihr Heil zu ehren.