[Die schnellen Jahre gehn und wir mit ihnen hin]
Written 1672-01-01 - 1672-01-01
Die schnellen Jahre gehn und wir mit ihnen hin
Eh man sich richtet ein das Jahr wohl anzuwenden
Geht uns das meiste Theil desselben aus den Händen
Bleibt Reue Qual und Angst sein leidiger Gewinn
Ein ieder hat genung sein Beyspiel anzuziehn.
Es hat mich Gottes Gunst ein Jahr nun lassen enden
Das neue Schuld und Last gelegt auff meine Lenden
Mein Leben will noch eh es Knospen trägt verblühn.
Fürst aller Zeit durch den ich diese Zeit erlebt
Gieb daß die alte Zeit mir nie vor Augen schwebt
Samt ihrer alten Schuld regiere meine Sinnen
Daß sie der schnöden Zeit sich recht gebrauchen künnen
Und wenn ich schliessen soll nach deiner meine Zeit
Versetze mich zu dir ins Reich der Ewigkeit.