[Die schnellen Jahre gehn und wir mit ihnen hin]

By Hans Aßmann von Abschatz

Written 1672-01-01 - 1672-01-01

Die schnellen Jahre gehn und wir mit ihnen hin

Eh man sich richtet ein das Jahr wohl anzuwenden

Geht uns das meiste Theil desselben aus den Händen

Bleibt Reue Qual und Angst sein leidiger Gewinn

Ein ieder hat genung sein Beyspiel anzuziehn.

Es hat mich Gottes Gunst ein Jahr nun lassen enden

Das neue Schuld und Last gelegt auff meine Lenden

Mein Leben will noch eh es Knospen trägt verblühn.

Fürst aller Zeit durch den ich diese Zeit erlebt

Gieb daß die alte Zeit mir nie vor Augen schwebt

Samt ihrer alten Schuld regiere meine Sinnen

Daß sie der schnöden Zeit sich recht gebrauchen künnen

Und wenn ich schliessen soll nach deiner meine Zeit

Versetze mich zu dir ins Reich der Ewigkeit.