Die Strandbuche.

By Theodor Fontane

Hoch auf meerumbrauster Düne ragt in voller

Eine Buche; „Mutter — ruft sie — wieder kam

Wieder hat’s aus grünem Seetang viel der Kränze

Hat mir Bernsteinschmuck gespendet, und von

„mutter, schilt es nicht Verführer, sag nicht,

Treulos ist allein die Schwäche und gewaltig

Hieltest Du mich nicht umklammert, Mutter

Wär ich Nachts, als es mich lockte, hin an seine

„„Sturm herbei!““ rief wild-aufjauchzend jetzt

Und auf hundert Wolkenrossen jagte schnaubend

„„Auf! entwurzle mir die Buche, ’s gilt der Sehn-

Wär sie frei, sie würde selber sich in meine

„„Arme Thörin, die des Meeres eitlen Liebes-

Jeder Tanne spend ich Bernstein, jede Buche

Nicht um

Und der Liebe Wonne wird Dich bald wie Todes-

Tiefes Schweigen; — aber plötzlich kracht die

Blätterstiebend stürzt sie nieder wie ein grüner

Laut erbrausend heißt sein neues Opfer jetzt das

Hochaufschäumend hat’s der Riese an die Wellen-

„weh, halt ein in Deinem Rasen, das mich zu

So entblättert nicht die Liebe, so entblättert

Doch die Leidenschaft des Riesen kennet nicht der

Und er spielt mit seinem Opfer, bis es todt in

Aber dann, als ob er Abscheu gegen eine Leiche

Hat er seiner Lüste Spielzeug wieder an den

An dem Fuß der Düne, deren Gipfel einst der

Hat die alte Mutter Erde ihr entführtes Kind