Die Torheit derer Menschen, die sich über die Witterung beschweren.

By Johann Justus Ebeling

Die Klag ist fast allgemein, wenn die Sommerlust vergeht,

Und im Herbst der rauhe Nord durch

Jetzo taugt die Wittrung nichts, da das Sonnen-

Und bei einer trüben Luft sich zum kalten Steinbok

Nunmehr ist die schöne Zeit, die den Menschen an-

Die zur Reise und zur Lust, zur Gesundheit recht

In den frostgen Herbst vorbei: Nunmehr gehet an

Der von schweren Nebel-Dunst trübgemachter

So spricht fast ein jeder jezt, der aus Gram Ca-

Und die weisen Ordnungen, die der Schöpfer aus-

Als ein Thore meistern will.

Und im Lauffe der Natur, herrlich das zum Zwek-

Was er angeordnet hat, weis am besten wenn der

Einer nassen Witterung auf die Erde fallen muß.

Alsdenn wenn des Sommersbrand, unsern Erd-

Kommt bei einem kalten Nord, Regen und der

Der den dorren Erdenschoos wiederum mit Saft

Daraus in dem künftgen Jahr, ein verneuter

Und ist das nicht woll gemacht? Soll der Schöp-

Nach der Menschen Eigensin, da ihr Denken und

Allemahl verändert ist; so müst diese Welt vergehn:

Dieser der da reisen will, wünscht das Sonnen-

Da der Akkersman ihn fleht doch mit einen feuch-

Seine ausgedorrte Frucht auf dem Felde zu bele-

Wenn die Sonne heitrer scheint und den Wanders-

Wünschet er ganz müd und matt, daß der Luftkreis

Und kaum ist er abgekühlt, soll die Sonne wieder

Jener will gar Wärm und Frost fast zu gleicher Zeit

Ist es warm, so wünscht ers kalt, ist es kalt so

Weil er wie ers haben will, nicht recht einmahl

Er beschwert sich über das, was er, wie es kommt

Gott kann nicht die Witterung blos nach unsern Sinn bequemen:

Sondern es ist unsre Pflicht, daß wir unsre Seegel

Wie im Reiche der Natur, Wind und Witterungen

Daß wir unsre Arbeit stets, nach der Witterung

Und von deren Einrichtung kein unbillig Urtheil

Wer sich aber drob beschwert, der giebt dadurch

Daß er, warlich überklug, und also ein albern

Der den Schöpfer meistern will, da nach seinen

Sich die Zeiten, Wetter, Luft, wunderbahrlich