Die Vollkommenheit einer fürst- lichen seelen Dem Durchlauchtigsten Printzen Her...
Daß himmel und gestirn der seelen ursprung sey Daß durch vier sterne sie zur erden abwärts fliessen Und so viel staffeln auch muß wieder auffwärts schiessen Schrieb ihr doch ohne grund schon längst Egypten bey. Heut aber hat der bruch der kurtzen lebens-stunden Der deines vaters leib in grauß und asche legt Zwar dir durchlauchster Printz mit thränen-saltz und wunden Mit purpur aber uns warhafftig eingeprägt: Daß sein entwichner geist vom himmel sey entsprungen Und durch vier sterne sich hat ab- und auffgeschwungen.
Denn wo wir anders nicht mit heyden-augen sehn
Nechst perlen wird durch blut der muschel werth bezeugt;
Doch weil ein schwacher leib auch fürsten-blut erstickt
Und dieses waren nun die sterne der natur
Was aug’ und hertz versprach erfüllte mund und hand
Das kind der tyranney die blinde furchtsamkeit
Auff sanfftmuths-strahlen folgt der stern der tapfferkeit
Pompejus warff zugleich den helden-muth in sand
Nechst degen und pistol verlangt Justinian
Dein vater edler Printz war höher nicht vergnügt
Der auszug aller lust die forschende Chymie
Rühmt nun den scharlach-baum ihr schüler der natur
Doch wie ein steuermann in tausend sorgen steht
Wo aber hoher Printz nimmt meine feder krafft?
Wiewohl wen fässelt nicht der kärcker dieser welt?
Und also hoher Printz ist deines vaters geist
Drum auff und rüste dich zeug schmertz und thränen ein!