Die Vorsorge GOttes für die Thie- re, an den zur Winterszeit im Wäl- dern grünen...

By Johann Justus Ebeling

Nichts geschicht von Ohngefehr, alles hat das höchste Wesen,

Auf der Welt zu seinem Zwek weis-

Diese Warheit fiel mir ein, als ich

Wo der wilden Thiere Bahn, und ihr stiller Auffent-

Einst zur Winters Zeit ansah, daß viel Stauden

Da in Garten durch den Schnee aller grüner

Ich sah hier Wacholdern blühn, Mäusdorn, Stech-

Deren Laub im Schnee ganz frisch, wie im war-

Weil ihr Safft ein klebricht Oel, der der Kälte wi-

Und das Laub ganz frisch erhält, das sonst dürre

Mein

Bäume die uns deine Güt, in die Gärten hat gesezt?

Warum sind die Stauden frei, die in denen Wäl-

Deren Schmuk verborgen bleibt und die wenigsten

Indem ich dies überdacht, lief ein Rehbok gleich daher,

Fras das Laub der Stauden ab; und der Haasen

Nahm es auch zur Nahrung weg: da sah ich, wozu

Und warum die Vorsehung dieses grüne Laub be-

Würde nicht ohn dieses Laub, das im Wald ver-

Löwe, Tieger, Bär und Schwein, alles das nach

In dem Winter untergehn; zwischen Schnee und

Wenn nicht

So lehrt uns der Wälder Grün, und der Stau-

In der kalten Winters Zeit: GOtt versorgt auch je-

Er verschafft dem wilden Vieh, auf so wunderbah-

Da er es im Pelz verhüllt, durch das Laub auch sei-