Drey und neunzigstes Sonett.

By Francesco Petrarca

Written 1339-01-01 - 1339-01-01

Wenn jener Fels, der meines Thals Gehege

Zumeist verschließt, was ihm den Nahmen spendet,

Mit seinen Schultern Babel zugewendet,

Mit dem Gesicht gen Rom dahin sich zöge;

So hätten meine Seufzer gute Wege

Zu ihrer Hoffnung Kreis. Jetzt zieht gewendet

Der da, der dorthin; doch, wie sie entsendet,

Kommt jeder an, nicht einer irrt vom Stege.

Und sind daselbst so freundlich gern gesehen,

Wie ich bemerke, daß nie einer kehret;

Mit solcher Freudigkeit sie dorten stehen.

Vom Auge kommt der Schmerz; mit frühstem Morgen,

Vor Lust nach schönem Ort, der ihm verwehret,

Gibt es den müden Füßen Pein, mir Sorgen.