Ein anders.
Zeugt Sternen zeugt von meinen lichten Flammen
Ich pflag zuvor die Liebe zu verdammen
Das Wort dazu mein Mund schien ungeübt
Bricht itzt heraus: Ich bin ich bin verliebt.
Die hohe Macht so über mich geschlossen
Und meinem Blut die Regung eingegossen
Kan wie ein Feur nicht länger heimlich seyn
Sie weist der Welt den reinen Glantz und Schein.
Zwar was ich mir zum Grundstein auserwehlet
Soll Tugend seyn mit der ich mich vermählet:
Ein edler Geist ein Treu-verbundner Muth
Beständigkeit mein Schmuck und höchstes Gut.
In diesem Brand wil ich unendlich leuchten
Aurora mag das frische Graß befeuchten
Die braune Nacht das matte Feld bethaun
Man soll mich doch stets unverändert schaun.
Und fühl ich gleich Cupido deine Stricke
Mein Fuß und Hertz weicht nimmermehr zurücke.
Ich weiß ja wol was GOtt und Glück verbindt
Daß da der Mensch Lust und Vergnügung findt.
Komm Liebster komm; Mein Hertze steht dir offen
Was kan ich mehr auf dieser Erden hoffen
Als wenn dem Schluß der Himmel unterschreibt
Daß mir dein Hertz zum Unterpfande bleibt.
Und solt ich nicht dir meine Gluth bekennen?
Du weist das Feur in dem wir müssen brennen
Kein irdisch Dampff kein Nebel hält es ein
Es sucht die Höh’ den Sternen gleich zu seyn.
Mehr: will uns doch die Ariadne weichen
Der meine Treu in allem sich soll gleichen:
Und legt uns doch der Fürst der güldnen Rey
Die Strahlen-Kron der Berenice bey.
Brennt Sterne brennt Dolmetscher unser Sinnen
Last eure Glut nicht diese Nacht zerrinnen
Das stete Licht der unentsunckne Schein
Muß itzt ein Bild von unsrer Liebe seyn.