Ein entsetzlicher Donner-Schlag, den 23 Jul. 1738.
Blitz, Donnern, Krachen, Prasseln, Knallen,
Erschüttern, Stoßweis’ abwerts fallen,
Gepreßt, betäubt von Schlag und Strahl,
Erstarrt und schüchtern um sich sehn,
Kam, ward, war alles auf einmahl
Gesehn, gehört, gefühlt, geschehn.
Recht oben über meinem Schloß brach krachend ein ge-
preßter Stoß,
Mit einem schmetternden Geprassel, zugleich in Blitz und
Flammen los.
Der zwey mahl abgesetzte Knall macht’, daß mir zwey
mahl in der Brust
Das Herz, als zwey mahl stark gestossen, gewaltsam sich
erheben mußt'.
Den kleinen
Schlag,
Daß ihm die Angel-Ruht’ entfiel, und von der Brück’ im
Wasser lag:
Er selbst kam, blaß als eine Leiche, mit öfters unterbrochnem
Schnaufen,
Zu mir ins hohe Thor-Gewölbe, woselbst ich eben stand,
gelaufen.
Ein mehr als Ellen-dicker Strahl fuhr, mit entsetzlicher
Gewalt,
(jedoch, GOtt Lob! nicht unter sich) Nord-Ost-werts über
unserm Flecken,