Ein Freund will des andern Gedancken in seiner Jugend von der Liebe wissen

By Christian Friedrich Hunold

Written 1697-01-01 - 1697-01-01

Zwar meine Jugend hat was schönes nur geliebt.

Weil rechte Liebe nun nichts als Vergnügen giebt;

Jedoch die meinige mir viele Marter machte;

Auch wenn die Liebe mich nach meinem Wunsch bedachte:

So spricht nunmehr mein Geist von aller Dunst befreyt:

Ich liebte nicht was schön ein Bild der Eitelkeit

Der Liebsten Tugend war ein Feind nach meinem Triebe

Und ihre Sünde nur der Entzweck meiner Liebe.