Ein Freund will des andern Gedancken in seiner Jugend von der Liebe wissen
Written 1697-01-01 - 1697-01-01
Zwar meine Jugend hat was schönes nur geliebt.
Weil rechte Liebe nun nichts als Vergnügen giebt;
Jedoch die meinige mir viele Marter machte;
Auch wenn die Liebe mich nach meinem Wunsch bedachte:
So spricht nunmehr mein Geist von aller Dunst befreyt:
Ich liebte nicht was schön ein Bild der Eitelkeit
Der Liebsten Tugend war ein Feind nach meinem Triebe
Und ihre Sünde nur der Entzweck meiner Liebe.