Ein Weizenfeld

By Friedrich Hebbel

Written 1838-01-01 - 1838-01-01

Weil es die Aehre verschmäht, sich mit der Farbe zu zieren,

Hat die Natur ihr den Mohn dicht an die Seite gestellt;

Jener hat sie die Kraft vertraut, den Menschen zu nähren,

Diesem verlieh sie den Reiz, welcher sein Auge erfreut.

Jene frage drum nicht: wo sprießen dir nützliche Körner?

Oder dieser: wo trägst du den erquicklichen Schmuck?

Wenn die Eine uns fehlte, so könnten wir freilich nicht leben,

Aber wir mögten es nicht, wäre der And're nicht da!