Entwurff einiger Betrachtungen, über den Zustand der Seeligen. Beym Anfang des 1...
Die ungeheure Last, das schreckliche Gewichte
Der Erd- und Wasser-Welt, hemmt itzt den strengen
Lauff.
Jhr rascher Schwang, der so gewaltig, höret auf,
Es kehrt sich unsre Fläch’ aufs neu zum Sonnen-Lichte.
Wer hemmt nun diese Flucht? Wer hält die grause Schwere
Der Erde, samt der Last der Meere,
So Nordwerts sich bißher gedreht, im Rennen an?
Wer bringt den schnellen Druck zur Aenderung, zur Stille?
Wer ists, der dieses würcken kann
Als Du, unendlichs ALL, allein?
Ach GOTT! ach laß uns doch dadurch erweckt, gerühret,
Und aus der alten Bahn der Schläffrigkeit geführet,
Zu Deinem Ruhm aufs neu, o HERR, geleitet seyn!
Wir nähern uns der Sonnen Lebens-Schein,
Es tritt dadurch zugleich ein Neues Jahr herein.
Ach! lasst uns denn, da wir zur Sonn’ uns wieder lencken,
Doch an der Sonnen SONN’ in Ehrfurcht itzt gedencken!