Er beklaget sich über ihre Härtigkeit. Folie d’ Espagne.
Clarinde schönstes Bild
Ist denn ein Stein verhüllt
In deiner zarten Brust?
Daß du mit Hertzens Lust
Kanst meinen Kummer sehn?
Du lässest mich vergehen
Da dein Mund
Den Schmertzen lindern kan.
Den Schmertzen den du mir
Durch deine Schönheit-Zier
Und deiner Augen Macht
In meine Brust gebracht.
Wodurch ich werd verzehrt
Und bald in Nichts verkehrt
Wenn nicht dein Zucker-Mund
Mein Hertze macht gesund
Ein Kuß von deinem Mund
Macht gleich mein Hertz gesund
Ein freundlich Augen-Blick
Treibt meine Quaal zurück;
Das drücken deiner Hand
Führt ins Gelobte-Land
Allwo mein matter Geist
Von
Doch deine Grausahmkeit
Der du dich gantz geweyht
Läst dich nicht freundlich seyn
Ob gleich die Mittel klein.
Dein Hertz ist Stein und Stahl
Es lachet meiner Quaal
Und weigert mir den Kuß
Ohn dem ich sterben muß.
Ich sterbe edles Kind
Durch deine Pracht entzündt
Wo deiner Lippen-Safft
Mir kein Vergnügen schafft
Noch mich befreyt aus Noht;
Der ich den herben Tod
Schon in dem Rachen bin
Erweicht sich nicht dein Sinn.
Allein! du bleibest Stein
Bey meiner Liebes-Pein
Es sauget deine Brust
Aus meinen Schmertzen Lust.
Mein Quählen kitzelt dich
Dein Kitzeln quählet mich
Doch liebet stets mein Geist
Was sein Verderben heist.