Er hat zu Elida keine Vergnügung.

By Johann Georg Gressel

Ich baue mir ein Haus von kummer-vollen Nesseln

Wo Einsamkeit und Gram mir stets zur Seiten stehn:

Die Traurigkeit will mich mit todten Schatten fesseln

So daß kein Freuden-Stern in meiner Brust zu sehn.

Der süsse

Mir stinckt des Zuckers Safft als bitter Wermuth an

Und mein Verhängniß läst nur saure Galle quillen

Die keine Lustbarkeit allhier verzuckern kan.

Mit Thränen wird mein Tranck nur allzu offt vermischet

Mir wird ein schwartzes Brodt das liebliche

Mein Lust-Wald ist ein Ort wo Unck’ und Schlange zischet

Ein Schwantz-Stern sticht hinweg den günstigen

Vor die genoßne Lust empfind’ ich herben Schmertzen

Die Einsamkeit schenckt mir Allaun und Wermuth ein

Die Traurigkeit bestürmt die Thore zu dem Hertzen

Es soll mein Sinnen-Bau ihr steter Wohn-Platz seyn.

Doch unterweilen labt mich noch ein Angedencken

Und die gehabte Lust dem matten Geist erquickt

Wenn aber ich zu weit wil Zaum und Zügel lencken

So wird die Frölichkeit mit dem Kapzaum bestrickt.

Und also muß mein Geist in stetem Kummer schweben

Weil hier zu

Hir muß ich als ein Münch in engen

Dazu

Hier kan ich nicht mit Lust dich meinen Engel schauen

In dessen Angesicht

Hier find’ ich meine Lust in den bekleeten Augen

Wenn drauf im süssen Thau

Mit dieser Lustbarkeit muß ich mich hier vergnügen;

Jetzt muß ich seyn ein Knecht in der Egypter Land

Bis nach verloffner Zeit die Lust mich ein wird wiegen

In jenem

Indessen lebe wohl dein Glücke muß stets blühen

Dein Auge schaue nichts als lauter Wohlergehn

Die Segens-Wolcke soll auf deine Scheitel ziehen

Und was behaglich ist muß dir zur Seiten stehn.

Es mehre sich die Pracht der angenehmen Glieder

Grün wie ein

Daß wann ich dermahleinst komm’ aus der Wüsten wieder

Ich gegen deine Pracht verachte Thron und Kron.

Du aber

Dein Angedencken macht daß ich noch lebend bin

Dein Bild verwehret mir in Ohnmacht hinzufallen

Sonst fiel der matte Leib wie zarte Blumen hin.