Er tröstet sich selbst in seinem Unglücke.
Ein Hertz daß sich mit Sorgen plagt
Verzehrt sich selbst vor Zeiten
Wer täglich über Unglück klagt
Wird sich das Grab bereiten:
Es kan doch nichts beständig seyn
Auf Regen folget Sonnenschein.
Die Zeiten sind veränderlich
Es wechseln Tag und Stunden
Es hat nach Blitz und Donner sich
Die Stille eingefunden
Die Nacht kan nicht so finster seyn
Der Tag bricht wiederum herein.
Hält gleich das angenehme Licht
Des Glückes sich verborgen
So glaub ich gläntzt es heute nicht
Daß es doch scheinet morgen
Es kommt bey mir auch wol der Tag
Daß ich mich glücklich nennen mag.
Ein Schiff daß in der Wassers-Fluth
Mit ’Wind und Wellen streitet
Verlieret nicht so fort den Muth
Weil es die Hoffnung leitet
Es werde bald den Sturm entgehn
Und sich im sichern Hafen sehn.
Liegt gleich mein Schiff vor Ancker noch
Und hat
So ist bey mir die Hoffnung doch
Daß ich noch endlich finde
Den Haven der mir ist beschert
Und den mein Wünschen längst begehrt.
Wer weiß wo noch mein Glücke soll
In voller Blühte stehen
Und scheinet es heute noch so toll
Kans morgen doch geschehen
Daß ich durch einen guten Weg
Erlange den gewünschten Zweck.
Das Glücke ist den Rädern gleich
Das Unterste kommt oben
Der heute arm ist morgen reich
Und hört sich herrlich loben
Wie mancher ist im Augenblick
Gelangt zu einen grossen Glück.
Lacht gleich das Glücke ander an
Ich will es ihnen gönnen
Weil auch der Tag erscheinen kan
Daran ich werd’ erkennen
Daß Hoffnung doch den Preiß behält
Bey allen Unglück in der Welt.
Drum mein Gemüth ermuntre dich
Und laß die Sorgen fahren
Es geht das Glücke wunderlich
Man hat es nicht beym Haaren
Laß sorgen wer da sorgen will
Ich hoff’ und warte in der Still.