Er verehret die schwartzbraune Statire.
Du Göttinn meiner Brust;
Strahlen die die Sonne machet
Wenn sie an dem Himmel lachet
Die sieht man an mit Lust;
Denn ihre Gluht und angenehme Schöne
Den Augen gleicht nach welchen ich mich sehne.
Das schwartze krause Haar
Mit den Augen ist verschwistert
Deren Pech die Nacht verdüstert
Wenn sie befloret war.
So wie der Blitz den schwartz Gewölcke heget
So auch dein Strahl die Hertzen niederschläget.
Die angenehme Nacht
Macht die braunen Wolcken siehen
Dran die Sternen sich erhöhen
Mit ungemeiner Pracht
Daß sie den Geist durch ihre Zier entzücket
Wenn er die Lufft so angenehm erblicket.
So auch
Du ihr gleichende
Die ich stets im Hertzen führe
Entzückend machst entzündt.
Die braune Nacht die Schönste dich bekrönet
Das helle Licht der weissen
Ein weisses Kind ersehn
Macht nicht gleich die Hertzen brennen
Aber schwartzen Strahlen können
Nicht leicht wir widerstehn.
Des Tages-Schein den weissen
Der vor der Nacht der braunen Schönen weichet.
Die schönen Augen sind
Bey dir gleich dem größten Wunder
Jhr Schwärtze ist der Zunder
Der Hertz und Seel entzündt:
Sie sind die Nacht und leuchten doch wie Sonnen
Weil
Der schwartze
Wird mit grosser Müh gebrochen;
Gold muß man aus Schlacken kochen
Die gleichfals dunckel seyn;
Und dennoch sind sie hoch und werth geachtet
Daß jedermann sie zu besitzen trachtet.
So steigt man auch mein Kind
Nach den Kirschen in die Höhe
Auf des Baumes schlancke Jähe
Die da erschwartzet sind;
Weil ihre Frucht viel süsser und gesunder
Als die so da im Schatten sind darunter.