Er verehret sie unter dem bilde der sonnen we- gen ihres nahmens Helene zu teuts...

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Helene sonnen-kind du fackel dieser welt

Du prächt’ges meister-stück des himmels und der erden

Das ohn erstaunen nicht kan angeschauet werden

Und recht was göetliches in sich verschlossen hält;

Ohn dich liegt die natur verfinstert und verstellt.

Sie seufftzt nach deinem blick und reitzenden geberden

Und fühlt nur all zuviel der schmertzlichsten beschwerden

Wann dein belebter glantz was sparsam auff sie fällt.

O sonn! ich feyre heut dein hohes nahmens-fest

Das an nichts niedriges durchaus mich dencken läst

Denn wer zur sonnen will muß sich zum himmel schwingen.

Was aber opffr’ ich dir? blut leben seel und geist;

Ja! dieses ists was mir aus deiner güte fleust

Wer kan was bessres dir auch zum geschencke bringen?