Er verlanget gleichfals bey ihr zu seyn.

By Johann Georg Gressel

Unter tausend Säbel blitzen

Schläffet doch die Liebe nicht

Sie weis sich sowol zu schützen

Daß ihr gar kein Leid geschicht.

Den so ihren Fahnen schwören

Kan sie gleiches Heyl gewehren.

Selbst ihr Wesen gleicht dem Kriege

Bald hat Lust die Ober-Hand

Bald hat Schmertz die süssen Siege

Und die Anmuth umgewandt.

Doch wer ist beständig blieben

Kriegt die Krone in dem Lieben.

Wer beständig bleibt im Hoffen

Und im Lieben trotzt der Zeit

Dem steht

Und das Haus der Lieblichkeit

Wo er auf der Liebsten Brüste

Schmeckt die süssen Himmels-Lüste.

Schönster Gegen-Stand der Seelen

Fasse dich nur in Gedult;

Mein Abwesen macht dein Quählen

Und das Schicksahl hat die Schuld

Das dich bald in Freude setzen

Und dich wird durch mich ergötzen.