Erklärung des feuer-wercks welches Seiner Chur-Printzlichen Durchl. zu Brandenbu...
Dein kag der heute ist mit jauchzen zugebracht
Weicht endlich theurer Printz der anmuths-vollen
Darinn wir unsre pflicht allhier zu deinen füssen
In einem freuden-feur noch suchen zu beschließen.
Dein leben das mit recht sich einem schiffe gleicht
Das glück und hoffnung bringt und so vorüber streicht
Wird von der schnellen zeit die unser thun regieret
Bißher als wie im traum gemachsam fortgeführet.
Doch nicht als wie im traum; denn Fama sitzt zur hand
Die macht dein frühes lob der weiten welt bekandt
Und weckt die menschen auff damit sie dein gedencken
Und augen und gemüth nach deiner tugend lencken.
Die Pallas die indeß das kluge steuer regt
Wodurch dein lebens-schiff höchst-rühmlich wird bewegt
Gibt dich der Ewigkeit zu gantz getreuen händen
Die sich samt deinem ruhm will zu den sternen wenden.
O höchstbeglückter Printz! den selbst die weißheit führt
In dessen wesen man so seltne klugheit spührt
Dein nahme wachse fort biß zu den lichten gräntzen
Wo sonn und ewigkeit in einem zirckel gläntzen.
Die Tritons aber die noch hier im wasser gehn
Die geben Chur-Printz dir mit freuden zu verstehn:
Daß unsre hertzen so wie diese kinder brennen
Und sich wohin du ziehst von dir nicht lassen trennen.