Erklärung des feuer-wercks welches Seiner Chur-Printzlichen Durchl. zu Brandenbu...

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Dein kag der heute ist mit jauchzen zugebracht

Weicht endlich theurer Printz der anmuths-vollen

Darinn wir unsre pflicht allhier zu deinen füssen

In einem freuden-feur noch suchen zu beschließen.

Dein leben das mit recht sich einem schiffe gleicht

Das glück und hoffnung bringt und so vorüber streicht

Wird von der schnellen zeit die unser thun regieret

Bißher als wie im traum gemachsam fortgeführet.

Doch nicht als wie im traum; denn Fama sitzt zur hand

Die macht dein frühes lob der weiten welt bekandt

Und weckt die menschen auff damit sie dein gedencken

Und augen und gemüth nach deiner tugend lencken.

Die Pallas die indeß das kluge steuer regt

Wodurch dein lebens-schiff höchst-rühmlich wird bewegt

Gibt dich der Ewigkeit zu gantz getreuen händen

Die sich samt deinem ruhm will zu den sternen wenden.

O höchstbeglückter Printz! den selbst die weißheit führt

In dessen wesen man so seltne klugheit spührt

Dein nahme wachse fort biß zu den lichten gräntzen

Wo sonn und ewigkeit in einem zirckel gläntzen.

Die Tritons aber die noch hier im wasser gehn

Die geben Chur-Printz dir mit freuden zu verstehn:

Daß unsre hertzen so wie diese kinder brennen

Und sich wohin du ziehst von dir nicht lassen trennen.