Erster Satz.

By Georg Neumark

Der ist Selig welcher bald auf Heyraht dänket

Und auf dessen süsses Thun die Sinnen lenket

Selig der ihm vorgenommen

Bey noch frischer Zeit

In den süssen Stand zu kommen

Aller Liebligkeit.

Er kan da in stoltzer Ruh die Sinnen weiden

Und sein Leid verzukkeren mit süssen Freuden

Er kan sich mit Lust erwarmen

Achtet keine Pein

Schleust sich in der Liebsten Armen

Und schläfft sicher ein.

Wenn die Weiderwertigkeit auf ihn wil stürmen

Steht sein treuer Mitgenoß und hilfft beschirmen

Sie kan durch ein freundlichs Lachen

Sein betrübtes Hertz

Und sein’ Arbeit süsse machen

Durch verliebten Schertz.

Lieb und Leid kan Er allzeit mit ihr vertheilen.

Denn die Last liegt halb so schwer auf zweyen Seulen

Männlich hilffet Sie ihm tragen

Alles Eheleid

Sie ist in den Freudentagen

Sein’ Ergetzligkeit.