[Es fünken/ und flinken/ und blinken]Fußnoten
Written 1632-01-01 - 1632-01-01
Es fünken und flinken und blinken
Buntblümichte Auen
Es schimmert und wimmert und glimmert
Frü-perlenes Tauen.
Es zittern und flittern und splittern
Frischläubichte Aeste:
Es säuseln und bräuseln und kräuseln
Windfriedige Bläste.
Es singen und klingen und ringen
Feld-schlürfende Pfeiffen.
Den Mayen am Reyen Schalmeyen
Der Hirten verschweiffen.
Es bellen und gellen und schellen
Die Rüden und Heerden.
Es stralet und pralet bemahlet
Das Stikkwerk der Erden.
Die Schatten und Matten begatten.
ein völliges Lachen
Das Rieseln und Blüseln und Kieseln
Bekleidet die Brachen.
Es lallet und wallet und schwallet
Am gläsernen Strande.
Es strudeln und brudeln und wudeln
Die Wellen zu Rande.
Es lispeln und wispeln und fischpeln
Krystallinne Brünnen.
Vnd spritzen und schwitzen und nützen
Mit kräußlichtem Rinnen.
Es streichen und schleichen in Teichen
Die schuppichten Fische.
Vnd krümmeln und schwimmeln und wimmeln
Mit Hauffen zu Tische.
Es witzschern und zitzschern und zwitzschern
Die hupfenden Büsche.
Es rauschet und lauschet und zauschet
Ihr holdes Gezische.
Es dirdirlir dirdirlir dirdirlir –
liret die Lerche.
Es klappern und bappern und blappern
Schlankbeinichte Störche.
Es krekken krerekken und quekken
Grüngelbliche Frösche.
Sie lechzen und ächtzen und krächtzen
Mit hellem Gedrösche.
Es summeln und brummeln die Hummeln
in heiteren Lüften.
Es spielet und fület und wület
das Wald-Wild bey Klüften.
Was klimmet und schwimmet und brümmet will Frölichkeit machē:
Was lebet und schwebet und webet verjünget sein Lachen.