[Es fünken/ und flinken/ und blinken]Fußnoten

By Georg Philipp Harsdörffer

Written 1632-01-01 - 1632-01-01

Es fünken und flinken und blinken

Buntblümichte Auen

Es schimmert und wimmert und glimmert

Frü-perlenes Tauen.

Es zittern und flittern und splittern

Frischläubichte Aeste:

Es säuseln und bräuseln und kräuseln

Windfriedige Bläste.

Es singen und klingen und ringen

Feld-schlürfende Pfeiffen.

Den Mayen am Reyen Schalmeyen

Der Hirten verschweiffen.

Es bellen und gellen und schellen

Die Rüden und Heerden.

Es stralet und pralet bemahlet

Das Stikkwerk der Erden.

Die Schatten und Matten begatten.

ein völliges Lachen

Das Rieseln und Blüseln und Kieseln

Bekleidet die Brachen.

Es lallet und wallet und schwallet

Am gläsernen Strande.

Es strudeln und brudeln und wudeln

Die Wellen zu Rande.

Es lispeln und wispeln und fischpeln

Krystallinne Brünnen.

Vnd spritzen und schwitzen und nützen

Mit kräußlichtem Rinnen.

Es streichen und schleichen in Teichen

Die schuppichten Fische.

Vnd krümmeln und schwimmeln und wimmeln

Mit Hauffen zu Tische.

Es witzschern und zitzschern und zwitzschern

Die hupfenden Büsche.

Es rauschet und lauschet und zauschet

Ihr holdes Gezische.

Es dirdirlir dirdirlir dirdirlir –

liret die Lerche.

Es klappern und bappern und blappern

Schlankbeinichte Störche.

Es krekken krerekken und quekken

Grüngelbliche Frösche.

Sie lechzen und ächtzen und krächtzen

Mit hellem Gedrösche.

Es summeln und brummeln die Hummeln

in heiteren Lüften.

Es spielet und fület und wület

das Wald-Wild bey Klüften.

Was klimmet und schwimmet und brümmet will Frölichkeit machē:

Was lebet und schwebet und webet verjünget sein Lachen.