Fahr wohl –

By Clara Müller-Jahnke

Written 1882-01-01 - 1882-01-01

Aus rastlosem Ringen nach Schein und Schaum

in ewige Ruh gerettet –

fahr wohl, mein schöner Jugendtraum,

sie haben dich sanft gebettet.

Sie haben des Friedens Palmenzweig

um deine Stirn geschlungen,

den Sarg geschmückt mit Lorbeer reich,

den lebend du nicht errungen.

Und wenn der Abend sinkt herab,

von fern die Glocken klingen,

dann will ich schleichen an dein Grab

und dir die Rose bringen.