Frühlingslied

By Gustav Falke

Written 1876-01-01 - 1876-01-01

Schöne junge Frühlingszeit,

Leerst dein Füllhorn auf mich nieder,

Giebst der Seele Flügel wieder

Und den Liedern Munterkeit.

Nun der letzte Schnee zerweicht,

Busch und Baum in Säften schwellen,

Ach, in all den frischen Quellen

Baden sich die Sinne leicht.

Und die Liebe kommt auf Zeh'n,

Wie ein Kätzchen, hinterm Rücken:

Komm, wir wollen Veilchen pflücken.

Und es giebt kein Widerstehn.