Gedancken über die Liebe der Heydni- schen Götter nach dem Lateinischen des Herr...

By Johann Georg Gressel

Wenn das ein Fehler ist daß ich verliebet bin

So müst ihr Götter doch hier durch die Finger sehen

Weil

Und seinen scharffen Pfeil in euch hat lassen gehen.

Es muste

Umsonst nennt man ihn nicht Stier Widder Schwaan

und Regen

Er kleidete darum sich in solch Wesen ein

Damit nach Hertzens-Wunsch der Lieb’ er könte pflegen.

Neptun hat in der Fluht offt lichter loh gebrennt

Sein Hertze ist entzündt durch heisse Gluht gewesen.

Auf daß ein schönes Kind von ihme würd’ erkennt

So ließ zum Schäffer sich der

Die Göttin so der Welt die süssen Schmertzen macht

Hat offt ihr eigen Schwerdt auf ihre Brust gewetzet.

Jhr lahmer Ehe-Mann ist offt von ihr verlacht

Wenn mit dem tapffern

Indem sie einst mit ihm die süsse Wollust treibt

So wird sie vom

Man redete sonst nichts als daß er schlimm beweibt

Und seiner ward gedacht wo nur zwo Götter stunden.

Selbst

Hat mehr denn einmahl sich im Eh-Bruch lassen küssen!

So reist mich

Und der der alles zwingt hat mich auch zwingen müssen.