Gedanken bei einer aufsteigen- den und in der Lufft zerplazten Rakete.
Ich sah im Feuerwerk ein schönes Lust- spiel an;
Es stieg in schnellen Flug, auf
Die feurige Raket; sie plazte in der Ferne,
Und sprüzte noch hervor ein schimmernd Heer der
Damit war alles aus; Es flatterte der Schein
In der erhabnen Lufft zwar prächtig, ungemein,
Jedoch der Untergang war auch damit verbunden,
So bald sie war zerplazt, war gleich ihr Blik ver-
So geht es in der Welt den eitlen Menschen auch,
Die hoch erhaben sind; die Ehr ist wie ein
Der plözlich wird verweht. Man solte Wunder
Was solche Menschen sind, die in der Höhe scheinen:
Allein so bald der Todt des Leibes Bau zerstükt,
Wird bei dem Grabe noch der lezte Glanz erblikt,
Kaum ist der Rest versenkt zum düstren Grabes Bo-
So ist ihr Glanz und Schein gar bald auch mit
Wenn die Raket zerplazt; giebt sie noch einen Klang,
Der Schein verdampfet gleich; so riecht man den
Des Pulvers noch zulezt, wenn durch der Lüffte
Der überbliebne Dunst durchkreucht das Sieb der
Die Hohen dieser Welt die herrlich untergehn,
Die lassen öffters auch, wenn wir sie nicht mehr
Ein stinkendes Gerücht auf dieser Welt zurükke:
Das ist der Ueberrest von ihrem stolzen Glükke.