Gedanken über ein Kupfer-Blat, darauf der Moloch ein heidnischer Abgott abgebild...
Ein scheußlich Götzenbild fällt mir jetzt ins Gesicht,
Davon das Alterthum, als Am-
Daß es aus Ertz gemacht, und doch
Von denen die der Wahn des Teu-
Dies ausgehöhlte Bild das wie ein Ochs aussieht,
Und von dem innren Feur der heissen Flammen
Spannt seine Arme aus, die Kinder zu umfassen,
Die, Eltern ihm zu ehrn, darin verbrennen lassen.
Mir schauderte die Haut bei dem gemahlten Bild,
Das wie ein Ochse sieht, obsgleich nicht lebt und
Ich dachte nimmermehr wird man dergleichen Göz-
Die Kinder, als sein Blut, in seine Arme setzen.
Doch hat der Aberglaub die Zärtlichkeit besiegt,
Ein Kind darin gelegt, wies im Gemählde liegt,
Den Flammen eingeweiht, die Kinder lassen quä-
Ich schalt die Grausamkeit der Alten in der Seelen
Die solche Wuth verübt: Jedoch es fiel mir bei,
Daß solche böse Art auch noch anjetzo sey:
Wie viele Eltern sind, die untern Christen leben,
Die ihre Kinder auch zum Molochs-Opfer geben:
Wie viele geben sie aus schändlichen Gewinn,
Zum Wollust Feur verbannt, in Buhler Arme hin,
Die jenem Moloch gleich, darinnen sie verderben,
Nicht an dem Leib allein, woll an der Seel erster-
Wie viele Kinder sind, die sich der Wollust weihn,
Und über ihren Tod und Untergang noch freun.
Ach! würde dieser Dienst der Wollust auch zer-
Wie Moloch und sein Dienst, den Frömmigkeit, ver-