Geheimes Graun

By Gustav Falke

Written 1876-01-01 - 1876-01-01

Hältst den Atem,

Starrst in die Luft.

Siehst du was? Horchst du?

– Ja doch! es ruft!

Lautlose Stille,

Nirgend ein Muck!

Narren dich Träume?

Neckt dich ein Spuk?

Lass mich! Aus Weiten

Kommt es heran.

Jetzt – wie mit Geisterhand

Fasst es mich an.

Fasst dich? du zitterst!

Sprich, was dich schreckt,

Was dir die Wange mit

Blässe bedeckt.

Frage nicht! Schweige!

Was es auch sei –

Grausend, geheimnisvoll

Schritt es vorbei.