Geisternähe

By Betty Paoli

Written 1854-01-01 - 1854-01-01

Ottavio! mein düst'res Lied,

Weit über Meer und Berge zieht

Es bis zu deinem Prunkpalaste.

Umstrickend dich mit dunkelm Bann

Tritt mahnend es zu dir heran

Gleich Macbeth's schauerlichem Gaste.

„Woher – so fragen sie erschreckt –

Die Bläße, die dein Antlitz deckt,

Und deiner Pulse fieberisch Jagen?“

Sie wissen nicht, daß deinem Blick

Gespenstisch sich gezeigt das Glück

Das du mit Meuchlerhand erschlagen! –