Gewitternahen

By Ada Christen

Written 1854-01-01 - 1854-01-01

Bleischwer drückt die Nacht auf mich,

Wolken jagen rasch vorüber,

Trübe schon und immer trüber

Hüllt der Mond in Nebel sich.

In den Zweigen ächzt der Wind

Und es rauschen scheu die Blätter,

Bald vom dumpfen nahen Wetter

Ausgelöscht die Sterne sind.

Unkenruf im nahen See

Und im Gras ein leis' Geflüster;

Öde starrt der Himmel, düster –

Weint er stumm – ob unserm Weh?