Glückwünschung an Jhr. Hochfürstl. Durchl. Hertzoa Christian Albrechten zu Schle...
Daß dir Hochwürdigster jetzt die gelehrte Welt
Gedächtnüß-Tempel baut und Ehren-Säulen setzet;
Dein Lob in Taffeln gräbt die keine Zeit verletzet;
Für deinem hohen Thron in Demuht nider fällt
War vor auch ihre Pflicht: jetzt wird sie zur Begierde
Die reitzt Held
Deß Stammes Göttlichkeit der Tugend Sonnen-Glantz
Hat dich zwar längst bekrönt mit tausend Lorbeer-Reisern:
Nun kan Apollo nebst den Musen sich nicht äussern
Dir hochgebohrner Fürst zu winden einen Krantz
Von Blumen die ihm selbst dein Helicon gegeben
Nun du ihm Sitz erbaust und heißt ihn bey dir leben.
Wie frolockt Hollstein jetzt ob seiner Seeligkeit;
Wie manch berühmter Kiel wird
Der Cimbern edles Blut entzücket dahin reisen
Zu sehn die hohe Schul und die Vollkommenheit
Erwehlter Wissenschafft und andrer seltnen Gaben
Die in dem Sammel-Platz sich da befunden haben.
Durchläuchter weil der Kreyß der Erden bleibet stehn
Wird dein hochfürstlich Hauß ein ewig Ruhm vergöttern
Dein Lorbeer der ist frey von allen Plitz und Wettern
Und dieses Musen-Haus wird ein Gericht erhöhn
Das zu den Sternen steigt und reich an Herrlichkeiten
Sich bey dem Monden und der Sonnen auß-kan breiten.
Esrühmt solch löblich Werck der Auff- und Niedergang
Esschäumt der nahe Bellt auß Freuden seine Wellen
Daß sich umb Mitternacht der Künste Sonn erhellen
Und prächtig heitern sol. Man hört den süssen Klang
Auch übers weite Meer den deine Nachtigallen
Zu Ehren Dir O Fürst hertzräubrisch lassen schallen.
Was vor dein Helden-Stamm und Königliches Blut
Mit tapffrer Faust verübt und Land und Volck beschützet;
Wie deiner Hoheit Stral auch in die Fern geblitzet.
Den unerschrocknen Geist den rechten Leuen-Muht
Zeigt jetzt dein Musen-Volck durch sein er fahrnes Schreiben
Und wirds der Ewigkeit-Register einverleiben.
Porphyr und Marmel bricht das Ertz zerschleifft die Zeit.
Sapphir und Gold sind nicht befreyet vom Verderben:
Alleine grosser Fürst diß Lob kan nicht ersterben
So deine hohe Schul auß Schuld und Danckbarkeit
In klugen Schrifften weißt. Man wird dich preisen hören
Biß daß die letzte Glut diß Gantze wird zerstören.
Egypten trotzte sehr auff seine Wunderwerck
Jetzt sind sie bey der Welt berufsne Särge worden.
Diß ist was Göttlichers das hoher Printz von Norden
Dein Auffsicht hat erbaut. Es ist der Musen-Berg
Und nicht nur Staub und Grauß wie dort von theuren Steinen.
Hier siht man wesentlich der Weißheit Pharus scheinen.
Unendliches Gelück beschwinge deinen Thron
Duchläuchter! was zuvor in Griechen-Land geblühet
Was man von Künsten sonst hochschätzbares ersihet
Entdecke dein Parnaß und nehme gleichen Lohn
Deß Ruhmes zu sich hin drauff Holl-Stein sich kan gründen
Wie noch bey ihm Athen und die