Glückwünschung an Jhr. Hochfürstl. Durchl. Hertzoa Christian Albrechten zu Schle...

By Heinrich Mühlpfort

Daß dir Hochwürdigster jetzt die gelehrte Welt

Gedächtnüß-Tempel baut und Ehren-Säulen setzet;

Dein Lob in Taffeln gräbt die keine Zeit verletzet;

Für deinem hohen Thron in Demuht nider fällt

War vor auch ihre Pflicht: jetzt wird sie zur Begierde

Die reitzt Held

Deß Stammes Göttlichkeit der Tugend Sonnen-Glantz

Hat dich zwar längst bekrönt mit tausend Lorbeer-Reisern:

Nun kan Apollo nebst den Musen sich nicht äussern

Dir hochgebohrner Fürst zu winden einen Krantz

Von Blumen die ihm selbst dein Helicon gegeben

Nun du ihm Sitz erbaust und heißt ihn bey dir leben.

Wie frolockt Hollstein jetzt ob seiner Seeligkeit;

Wie manch berühmter Kiel wird

Der Cimbern edles Blut entzücket dahin reisen

Zu sehn die hohe Schul und die Vollkommenheit

Erwehlter Wissenschafft und andrer seltnen Gaben

Die in dem Sammel-Platz sich da befunden haben.

Durchläuchter weil der Kreyß der Erden bleibet stehn

Wird dein hochfürstlich Hauß ein ewig Ruhm vergöttern

Dein Lorbeer der ist frey von allen Plitz und Wettern

Und dieses Musen-Haus wird ein Gericht erhöhn

Das zu den Sternen steigt und reich an Herrlichkeiten

Sich bey dem Monden und der Sonnen auß-kan breiten.

Esrühmt solch löblich Werck der Auff- und Niedergang

Esschäumt der nahe Bellt auß Freuden seine Wellen

Daß sich umb Mitternacht der Künste Sonn erhellen

Und prächtig heitern sol. Man hört den süssen Klang

Auch übers weite Meer den deine Nachtigallen

Zu Ehren Dir O Fürst hertzräubrisch lassen schallen.

Was vor dein Helden-Stamm und Königliches Blut

Mit tapffrer Faust verübt und Land und Volck beschützet;

Wie deiner Hoheit Stral auch in die Fern geblitzet.

Den unerschrocknen Geist den rechten Leuen-Muht

Zeigt jetzt dein Musen-Volck durch sein er fahrnes Schreiben

Und wirds der Ewigkeit-Register einverleiben.

Porphyr und Marmel bricht das Ertz zerschleifft die Zeit.

Sapphir und Gold sind nicht befreyet vom Verderben:

Alleine grosser Fürst diß Lob kan nicht ersterben

So deine hohe Schul auß Schuld und Danckbarkeit

In klugen Schrifften weißt. Man wird dich preisen hören

Biß daß die letzte Glut diß Gantze wird zerstören.

Egypten trotzte sehr auff seine Wunderwerck

Jetzt sind sie bey der Welt berufsne Särge worden.

Diß ist was Göttlichers das hoher Printz von Norden

Dein Auffsicht hat erbaut. Es ist der Musen-Berg

Und nicht nur Staub und Grauß wie dort von theuren Steinen.

Hier siht man wesentlich der Weißheit Pharus scheinen.

Unendliches Gelück beschwinge deinen Thron

Duchläuchter! was zuvor in Griechen-Land geblühet

Was man von Künsten sonst hochschätzbares ersihet

Entdecke dein Parnaß und nehme gleichen Lohn

Deß Ruhmes zu sich hin drauff Holl-Stein sich kan gründen

Wie noch bey ihm Athen und die