Grabschrifft einer hündin Fidele genant als sie in den wochen starb. C. E.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Die treue die ich sonst in meinem nahmen trug

War zwar im leben groß doch ach! nicht starck genug;

Denn da der tod itzt kam die jungen mir zu würgen

Trat ich den kampff mit ihm auff leib und leben an.

Ich wagte mich für sie: wiewohl der todt gewann

Und fraß die schuldner auff zusamt dem treuen bürgen.

Jtzt deckt den kleinen leib ein kleiner leichenstein.

Mein leser nim zuletzt noch hier die grabschrifft ein:

Aus liebe ließ ich mich in diese grufft versperren

Denn treue schlug allhier selbst ihren eignen herren.