Grabschrifft Grafens Serini/ welcher/ dem vorgeben nach/ auf der jagt von einem ...
By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau
Written 1647-01-01 - 1647-01-01
Mein auge war ein blitz mein arm ein donnerschlag
Mein säbel war bemüht den monden bleich zu färben
Aus meinem hertzen qvall der Türcken ihr verderben
Wenn um mein Tzacatur das feld voll leichen lag:
Das blut-vergiessen war mein rother feyertag.
Doch ließ der himmel mich nicht das gelück erwerben;
Auff eines Bassen brust mit blut bespritzt zu sterben.
Ach daß doch nicht Serin wie Simson sterben mag!
So muß der mensch ein spiel des sternen-himmels bleiben
Bald ist der stern bald stein bald gold bald trüber sand
Bald lockt bald drücket ihn des zufalls harte hand;
Ach könt ich diesen reim um meine grabstätt schreiben:
Der niemahls sich gebückt vor seines feindes fahn
Den schlägt des feindes feind ein wilder schweines-zahn.