Halt zu die Tür!

By Gustav Falke

Written 1880-01-01 - 1880-01-01

Ich sehne mich wohin, weit, weit,

Wo frei der Weg und frei der Wind,

Wo stille Wälder schattend stehn,

Wo keine Augen fragend sehn:

Du wunderliches Menschenkind.

Ich hungere nach Heimlichkeit.

Zu viel hab ich der Welt vertraut.

Was stieß ich auf des Herzens Tor?

Die blöde Menge steht davor,

Hat in mein Heiligstes geschaut.

O sei nicht allzugastbereit.

Halt zu die Tür, halt zu die Tür!

Ein Winkel muß dein eigen sein,

Wohin kein Fremder sich drängt ein,

Und böt den Himmel er dafür.