Hellas

By Theodor Däubler

Written 1900-01-01 - 1900-01-01

In Hellas ward die Gottheit hold gestaltet;

Auf Meer und Inseln sehne dich hinaus!

Nie faßt dich dort vor Menschen alter Graus:

Sie haben sich zur Sonne stolz entfaltet.

Gesang, der treu – durch die Besinnung – schaltet,

Geleite dich um dein vertrautes Haus!

Gemüt, bald wird dir wohl bei Windgebraus:

Du spürst, wie Herzensblut im Grauen waltet.

Der Krieger tritt gefaßt zum schönen Weibe:

Die Leidenschaften wägt ein großes Maß,

Daß Anmut ernstgeübten Leibern bleibe!

Bei Spielen, die kein kühnes Lied vergaß,

Erblickst du Jünglinge mit heller Scheibe:

Sie adeln Wettstreit, als geglückten Spaß.