Herbst

By Nikolaus Lenau

Written 1833-01-01 - 1833-01-01

Nun ist es Herbst, die Blätter fallen,

Den Wald durchbraust des Scheidens Weh;

Den Lenz und seine Nachtigallen

Versäumt ich auf der wüsten See.

Der Himmel schien so mild, so helle,

Verloren ging sein warmes Licht;

Es blühte nicht die Meereswelle,

Die rohen Winde sangen nicht.

Und mir verging die Jugend traurig,

Des Frühlings Wonne blieb versäumt;

Der Herbst durchweht mich trennungschaurig,

Mein Herz dem Tod entgegenträumt.