[Hier sitz' ich an dem Rand/ in deines Vfers Schatten]Fußnoten

By Georg Philipp Harsdörffer

Written 1632-01-01 - 1632-01-01

Hier sitz' ich an dem Rand in deines Vfers Schatten

Du schlanker Pegnitzfluß hier nehm ich meine Rast

Hier schau ich deiner Fluht nicht-ungestümmen Brast

Hier seh ich neben dir die frischbegrünten Matten.

Du aber Vatterstrom in meinem Mutterland

Ist dein Geräusche dann von Lust so weit entsessen

Daß deiner Vfer mich ein fremdes macht vergessen?

Nein Vnglükk Vnglükk hat dich mir mich dir entwandt.

Es schwebet über dir ein schweres Himmelhassen

Der Weltgemeine Sturmdes Krieges Jammerglut.

Kürtz' O du Wolkengott des starken Wetters Wut

Laß ach! die Eger frey durchrauschen ihre Gassen

Die manches Thal durchwäscht. Dann soll mir ihre Lust

Stäts eine Wollust seyn ein süsser Sinnenmust.