Homo pulvis & umbra. Der Mensch gleicht Staub und Schatten.
Ich bin ein Mensch, ein dünn gewebter Schatten,
Ohn allen Wiederspruch kan ich
Heist es nicht in der Schrift,
daß
Aus einer rothen Erd den Leib
Nicht Adam nur allein, wir sind ja allzusammen,
Nichts als ein eitler Staub; weil wir daraus her-
Hebt sich die Sonn hinweg; so fliegt der Schat-
Ein schönes Ebenbild! so gehts den Menschen auch;
Ist er zuvor aus Erd, durchs Schöpfers Macht
Nun stirbt er, und scheint uns, als wie ein Dunst
Regt sich der Menschen Leib, der Seelen leimern
In einem Augenblik bläst er den Odem aus.
Krönt dich o Mensch! ein Glük; so siehe zu der
Hier siehst du, was du bist und was du bald must
Sieh stets die Erde an, die deine Mutter ist;
Träumt dir ein Schattenbild: Denk daß du solches
Und überlege stets; so leicht ein Staub verwehet,
Reist auch dein leimern Haus, das wie ein Staub
Traum, Schatten fliegen fort; Es läst dies Sin-
Zur Lehre dir zurük: