Ich seh' nur Blumen taumeln, wo ich steh'

By Max Dauthendey

Written 1892-01-01 - 1892-01-01

Der Flieder streut sich auf die Erde blau,

Der Weißdorn schüttet seinen warmen Schnee,

Die Ahornblüte regnet über Weg und Au,

Ich seh' nur Blumen taumeln, wo ich steh':

Schneeballen, welche keinen schmerzen,

Goldregenbaum, dem helle Ketten fallen,

Und feuerblaue Iris hingestellt zum Gartensee.

Doch ohne dich, Geliebte, ich an allen

Stumm wie ein Winterstumpf vorübergeh'.